Ersatzneubau des Heljensbads in der Stadt Heiligenhaus
| Auftraggeber | Stadtwerke Heiligenhaus GmbH |
|---|---|
| Projektziel | Gebündelte Vergabe von Planungs-, Bau- und Betriebsleistungen für den Neubau des Heljensbads und die Sanierung des benachbarten Vereinsheims im Rahmen einer geförderten Städtebau-Maßnahme |
| Beratungszeitraum | November 2021 bis Mai 2026 |
| Investitionsvolumen | Circa 51 Millionen Euro netto |
| Ergebnis | Das Ergebnis der Beratung ist ein Vertrag zwischen den Stadtwerken Heiligenhaus und einem privaten Partner über die Planung, den Abbruch des Bestandes, die Sanierung des Vereinsheims, die Errichtung des Neubaus, den Umbau des Freibades sowie die Instandhaltung des Neubaus über einen Zeitraum von 20 Jahren. |
Das Projekt
In der Stadt Heiligenhaus in Nordrhein-Westfalen spielt das Hallen- und Freibad Heljensbad eine wichtige soziale Rolle für die Bevölkerung, die über das reine Sport- und Freizeitangebot hinausgeht. Daher wurde im Rahmen eines Stadtentwicklungskonzepts entschieden, das baufällige Bad neu zu errichten.
Die Stadt und die Stadtwerke haben 2023 auf der Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung entschieden, die dafür erforderlichen Leistungen in einem Paket auszuschreiben und zu vergeben. Für die Maßnahme, zu der auch die Sanierung des benachbarten Vereinsheims gehört, erhält die Stadt eine Zuwendung in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus dem Programm „Wohnviertel im Wandel“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Nach einem aufwändigen, circa zweijährigen europaweiten Verhandlungsverfahren mit funktionaler Leistungsbeschreibung wurde im Mai 2026 ein umfangreicher Projektvertrag vereinbart. Dieser regelt die langfristige Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Heiligenhaus und dem privaten Auftragnehmer (Depenbrock Partnering). Im Rahmen der Planungs- und Bauphase, die im Mai 2026 starteten und circa zweieinhalb Jahre dauern werden, wird ein energieeffizienter Neubau (EG 40 Standard) des Hallenbades auf einer Fläche von insgesamt circa 5.150 Quadratmetern mit Sport-, Sprung- Lehrschwimm-, Sole- und Planschbecken entstehen. Den Entwurf für den vollständig barrierefreien Neubau inklusive der Außenanlagen stammt von dem Architekturbüro POS4 aus Düsseldorf.
Das Energiekonzept sieht eine große Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) mit rund 260 Kilowatt-Peak (kWp) vor. Die Wärmeversorgung erfolgt vollständig aus erneuerbaren Energien (Luft-Wasser-Wärmepumpen mit klimafreundlichem Kältemittel). Zusätzliche Heizstäbe stellen sicher, dass überschüssige Energie aus der PV-Anlage für Warmwasser im Gebäude genutzt werden kann. Das Konzept erfüllt sowohl die hohen Anforderungen des EFRE-Programms an Klima- und Umweltverträglichkeit als auch jene für einen steuerlichen Querverbund, auf den die Stadtwerke Heiligenhaus für einen wirtschaftlichen Betrieb angewiesen ist.
Unsere Beratungsleistungen
Die PD fungierte als zentrale Steuerungseinheit für die Vorbereitung und Durchführung des Verhandlungsverfahrens und begleitet seit 2021 die Auftraggeberin und die Stadt Heiligenhaus.
Die Beratungsleistungen der PD umfassten folgende Aspekte:
- Durchführung einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
- Maßgebliche Unterstützung bei der Erstellung des Förderantrags für die Städtebauförderung
- Prüfung der Förderfähigkeit im Rahmen des Bundesprogramms „Klimafreundlicher Neubau“
- Entwicklung eines geeigneten klimafreundlichen Energiekonzepts
- Erstellung der Vergabeunterlagen, inklusive einer funktionalen Leistungsbeschreibung für Planungs-, Bau- und Betriebsleistungen
- Finanzierungs- und wirtschaftliche Beratung
- Durchführen eines EU-weiten Verhandlungsverfahrens und Führen der Verhandlungen mit den Bietern
- Umsetzung des Vergabeverfahrens durch die PD-eigene Vergabestelle
- Gesamte Projektsteuerung
- Durchführung der abschließenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
- Begleitung der Planungs-, Bau- und Inbetriebnahmephase (laufend)
Kontakt
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