Blickpunkt PD
Blickpunkt PD – Juli 2020
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Sehr geehrte Damen und Herren,

der Zeitpunkt passte, als Mitte Juni in Nordrhein-Westfalen das erste papierlose Ministerium digital „live“ ging. In einer durch die Corona-Pandemie bedingten Phase des digitalen Umbruchs schien es nur folgerichtig, sich als Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) der Arbeitswelt 4.0 zuzuwenden. Doch der dahinter liegende Umbruch für ein gesamtes Ministerium kam nicht von gestern auf heute, sondern bedingte eine umfangreiche Vorarbeit: Mitarbeiter wurden geschult, neue Tools eingeführt, das Ganze begleitet von einer grundlegenden Geschäftsprozessoptimierung. Lesen Sie in unserem heutigen Newsletter von diesem spannenden Pionierprojekt einer deutschen Landesverwaltung!

Ein ähnlich großes Vorhaben geht die Stiftung Preußischer Kulturbesitz an: die häufig noch dezentrale IT soll vereinheitlicht und so für künftige Anforderungen robust aufgestellt werden. Für den größten Arbeitgeber im Kulturbereich Deutschlands wird hier eine fundierte digitale Basis für die weltweite Betreuung von Kulturprojekten durch die 2.000 Mitarbeiter geschaffen.

So vielfältig die Veränderungen bei der Digitalisierung im Moment in kleinen und großen Projekten voranschreiten, so chancenreich ist die Situation für öffentliche Bauprojekte. Als wichtiger Wirtschaftszweig können gerade durch die angeschobenen Konjunkturpakete vor allem Kommunen ihre Bauvorhaben weiter vorantreiben – und so für die Bauwirtschaft ein verlässlicher Auftraggeber bleiben. Wir unterstützen unsere öffentlichen Gesellschafter bei der Umsetzung entsprechender Vorhaben derzeit besonders.

Der Sommer steht zwar vor der Tür – wir haben uns aber für die kommenden Monate neben ein wenig Urlaub auch viel vorgenommen: Vielleicht mit einem Cowboy-Hut, vielleicht zu Jazz-Rhythmen – wir starten gerade mit der Programmplanung unseres Teils am Creative Bureaucracy Festival 2020. Digital werden wir Ende September für eine Woche Teil einer kreativen, inspirierenden und innovativen Welt der Verwaltungs-Querdenker sein und hoffen, auch Sie dort virtuell zu treffen. Wir freuen uns darauf! Lassen Sie sich bis dahin inspirieren, z. B. auch von dem Interview mit Andrea Schumacher, Vizepräsidentin des BAMF, die über motivierende Arbeitsmethoden in Corona-Zeiten mit uns gesprochen hat.

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.
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MWIDE – das papierlose Ministerium

Im Juni 2020 begann der Realbetrieb der E-Verwaltungsarbeit im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE). Damit konnten die Anforderungen des EGovG NRW schneller als vorgesehen umgesetzt werden. Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Staatssekretär Christoph Dammermann, CIO Hartmut Beuß und die Abteilungsleitungen gaben am 18. Juni 2020 den Startschuss für das „papierlose Ministerium“.

Zuvor war die E-Verwaltungsarbeit in einem Pilotprojekt in allen Abteilungen des MWIDE erfolgreich eingeführt worden. Dabei wurden die E-Akte und die E-Laufmappe implementiert sowie Fachtrainings für die Beschäftigten durchgeführt. Zudem wurden digitale Basistechnologien der Kollaboration und Kommunikation für den Aufbau einer modernen digitalen Arbeitswelt im Ministerium eingeführt und von einer gleichzeitig gestarteten umfassenden Geschäftsprozessoptimierung begleitet. Das MWIDE arbeitet nunmehr intern komplett digital in der „Arbeitswelt 4.0“ und positioniert sich als moderner, serviceorientierter Dienstleister für die Bürger und Unternehmen des Landes mit transparenten und zielgerichteten Verwaltungsabläufen.

Die PD begleitet das MWIDE seit Anfang 2018 bei der neuen Rollenwahrnehmung als Modellministerium in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung des Landes NRW und der Umsetzung der im Programm „MWIDE digital 2022“ beschriebenen Maßnahmen. Sprechen Sie uns bei Fragen zum Programm gerne an!

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IT-Governance bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ist eine weltweit renommierte Kultureinrichtung und mit rund 2.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Kulturbereich in Deutschland. Die SPK benötigt angesichts der voranschreitenden Digitalisierung zeitgemäße und verlässliche IT-Dienstleistungen, um ihre zahlreichen Aufgaben effizient und wirksam zu erfüllen. Die organisatorische Neuausrichtung der IT wird nun im Auftrag des Stiftungs-Präsidenten durchgeführt und soll bis September 2021 abgeschlossen sein.

Zur Konzeptionierung, Beschaffung bzw. Entwicklung und Implementierung dieser IT-Dienstleistungen erfordert es effiziente Verfahren, welche eine stiftungsweite Priorisierung von Anforderungen sowie einen bestmöglichen Einsatz knapper IT-Ressourcen erlauben. Dabei zeichnen sich die historisch gewachsenen, dezentralen IT-Strukturen der SPK durch einen hohen fachlichen Spezialisierungsgrad aus.

Die PD begleitet die SPK seit 2019 dabei, ihre IT-Strukturen und -Prozesse zukunftsfähig zu gestalten. Inhalte der ersten Projektphase waren insbesondere die Entwicklung eines stiftungsweiten Zielbildes, die Definition eines zentralen Anforderungs- und IT-Projektmanagements und die Etablierung einer einrichtungsübergreifenden CIO-Funktion sowie einer initialen Personalbedarfsschätzung für die Einrichtung der IT-Governance-Prozesse. Seit April 2020 stehen eine Erhebung des Ist-Stands von IT-Prozessen und Fachverfahren bei den Einrichtungen sowie eine weitere Ausdefinition und Umsetzungsvorbereitung der IT-Governance-Prozesse im Fokus. Wir freuen uns auf Ihre Fragen zum Projekt!

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Zusätzliche Kapazitäten für öffentliche Bauvorhaben?

Die Notwendigkeit für Investitionen der öffentlichen Hand in Bau- und Infrastrukturvorhaben in Deutschland ist unbestreitbar. Die kommunale Infrastrukturlücke hat sich nach dem „KfW-Kommunalpanel 2020“ sogar von 130 auf 147 Milliarden Euro erhöht. Für den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist es enorm wichtig, diese Lücke zu schließen. Gleichwohl zeigen die Einschätzungen der Kommunen in der aktuellen „Ergänzungsumfrage ‚Corona‘ zum KfW-Kommunalpanel 2020“, dass in der Folge der COVID-19-Pandemie die Steuereinnahmen zurückgehen und daraufhin Investitionen gestrichen werden.

Die Bauwirtschaft hat die Corona-Pandemie bislang erfreulich gut gemeistert, es zeichnen sich jedoch Einbußen bei privaten Bauvorhaben ab. Hieraus entstehen für die öffentlichen Investitionen neue Chancen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie betonte bereits die essenzielle Bedeutung öffentlicher Investitionsvorhaben für das Bauhauptgewerbe. Nur so könnten die Arbeitsplätze der rund 870.000 Beschäftigten gesichert bleiben.

Das Bundeskabinett hat ein beispielloses Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro beschlossen, das unter anderem auch eine finanzielle Entlastung und Unterstützung der Kommunen beinhaltet. Die PD unterstützt öffentliche Bauvorhaben insbesondere auf kommunaler Ebene durch Beratung in allen Projektphasen – von der Machbarkeitsstudie bis zur Betriebsphase, sowie bei der Fördermittelakquise. In diesem Sinne stehen wir in einem intensiven Dialog mit der Bauindustrie.

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PD x CBF2020

Was haben Bürokraten mit Cowboys gemein? Wann lohnt es sich, Regeln zu brechen? Und was können Beamte von Jazzern lernen? Fragen wie diese halten uns PDler nachts wach. Beim Creative Bureaucracy Festival (CBF) 2020 möchten wir Sie treffen: Beamte mit Weitblick, Querdenker, Zukunftslenker, um die Verwaltung von morgen zu gestalten.

In diesem Jahr findet das CBF erstmals digital statt – vom 28.09. bis 02.10.2020. In Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen widmen wir uns der modernen und nachhaltigen Verwaltung, die die Bürger in den Mittelpunkt stellt. Wir diskutieren Ideen, wie die Verwaltung zu einem guten Auftraggeber wird. Und spüren der Frage nach: Was wir nicht lösen, erledigen die Roboter? Denn auch in der Verwaltung kann Künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen. Und welche Impulse gibt der Staat hierfür? Kann er überhaupt Innovationen treiben? Viel ist schon geschehen, bleibt die Frage: What’s next?

Kommen Sie vorbei und bringen Sie Ideen mit. Seien Sie gern auch unbequem und widersprechen uns. Wir vertragen das. Mehr Infos zur Anmeldung und zum Programm finden Sie hier.

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Kurz notiert – PD öffentlich

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Arbeitsalltag in großen Behörden aus? Wie funktioniert „digitale Führung“ in Behörden? Wie wird sich die deutsche Verwaltungslandschaft verändern? In unserer neuen Interview-Reihe „Fünf Fragen an“ schildern Führungskräfte der öffentlichen Hand, wie sie die Veränderungen begleitet haben und welche Chancen und Potenziale sich für die Zukunft ergeben. In der ersten Ausgabe sprechen wir mit Andrea Schumacher, Vizepräsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Als weitere Gesprächspartner konnten wir bereits Dr. Frank Nägele, Staatssekretär für Verwaltungs- und Infrastrukturmodernisierung in der Senatskanzlei Berlin sowie Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes, gewinnen.

Am 23. Juni 2020 fand die ordentliche Gesellschafterversammlung 2020 der PD in den Räumlichkeiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung statt. Die Vertreter der 106 Gesellschafter der PD haben den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 festgestellt und der Zuführung des Jahresüberschusses in die Gewinnrücklage zugestimmt. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung wurden entlastet.

Mit zwei im Juni 2020 geschlossenen Kooperationsvereinbarungen stärkt die PD den Wissensaustausch mit renommierten Einrichtungen der Forschung und Lehre. Die Kooperation mit der NRW School of Governance umfasst verschiedene digitale und analoge Formate für Masterstudierende, die Kooperation mit der HWR Berlin stärkt den Austausch in den Bereichen Building Information Modeling bzw. Digitalisierung im Immobilienbereich, Facility Management sowie Nachhaltigkeit.

Der Kreis Mettmann ist am 1. Januar 2019 dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) beigetreten. Ein aktueller Fachbeitrag der PD im Magazin „Der Neue Kämmerer“ beschreibt rückblickend die Hintergründe der Entscheidung des Kreises für eine IT-Kooperation. Christoph Waldhoff, Projektleiter des Kreises Mettmann, erläutert ergänzend im Gespräch mit dem Online-Portal „OBM“ die Erfolgsfaktoren des Projekts.

Alle Fachpressebeiträge der PD stehen auf unserer Webseite zum Download bereit.

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Aufgelesen

//aus der Marktwelt// Die Digitalisierung in Verwaltungen beschleunigt sich insgesamt: Der „Branchenkompass Public Sector 2020“ des F.A.Z.-Instituts zeigt aktuelle Trends der Digitalisierung auf. Mit Blick auf die Coronakrise erwartet die Studie einen weiteren Schub für die Digitalisierung. Zu den Hemmnissen der Digitalisierung gehört unter anderem die Vielgestaltigkeit beim Einsatz von IT-Systemen. Daraus resultieren Medienbrüche. Dies macht es Verwaltungen schwer, die Digitalisierung einheitlich und integriert voranzutreiben. 82 Prozent der Befragten nennen Schnittstellenprobleme, also die Inkompatibilität verschiedener Systeme zueinander, als bremsend.

Die PD unterstützt bei der Konzeption und begleitenden Realisierung von kommunalen IT-Strategien, mit denen sich die IT-Steuerung verbessern, die machbare und sinnvolle Fertigungstiefe der IT definieren und Ziele und Rahmenbedingungen für IT-Kooperationen setzen lassen. Auf Landesebene berät die PD bereits seit 2017 den CIO des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung des Programms „Digitale Verwaltung NRW“, mit dem die möglichst medienbruchfreie Digitalisierung der Landesverwaltung vorangetrieben wird.

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In eigener Sache

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Praktikanten, Werkstudenten und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau, Infrastruktur, Kommunalberatung. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

Herausgeber
PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
Friedrichstraße 149
10117 Berlin
Kontakt
Anja Tannhäuser
E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Telefon: +49 30 257679-139
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