Blickpunkt PD
Newsletter Blickpunkt PD / August 2022
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit vielen neuen und spannenden Projekten haben wir uns im ersten Halbjahr beschäftigt und davon berichtet. Dabei geht es uns darum, die Chancen aufzuzeigen, die aus den möglichen Veränderungen der Verwaltungsarbeit erwachsen. Wir haben schon einige „Nachahmende“ gefunden, Nachfragende und Interessierte, die wir dann auf Veranstaltungen wie dem Creative Bureaucracy Festival oder der PD-SummerSchool miteinander verbinden konnten und in Zukunft verbinden wollen.

Im heutigen Newsletter stellen wir in drei Beiträgen innovative Herangehensweisen zur Lösung bestehender Aufgaben vor: Das Land Hessen möchte sich das Wissen privatwirtschaftlicher Dienstleister zunutze machen und dieses nicht einfach „beschaffen“, sondern in einem Ideenwettbewerb die beste Lösung ermitteln. Lesen Sie, wie das gelingen kann in unserem ersten Beitrag zum hybriden eGoverment. Im zweiten Beitrag geht es um die Evaluation eines Immobilienportfolios, das, gleichfalls im Land Hessen, vor über 15 Jahren verkauft und zurückgemietet wurde. Wie dieses Portfolio zu bewerten ist, haben unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem (Landes-)Bauteam in einem neuen Scoring-Modell ermittelt. Daten sind gleichfalls essenziell für die Nutzung künstlicher Intelligenz – denn durch die Abstraktion und Verfremdung realer Daten können Ableitungen gemacht werden, die anonymisiert sind, jedoch nutzbare Merkmale aufweisen. Welche Chancen es hierfür beispielsweise im Gesundheitswesen gibt, stellt unser neuer Audio-Beitrag in der Reihe „Wieso denn nicht?“ als Teil 2 zum Thema „KI in der Verwaltung“ vor.

Anfang September startet unsere PD-SummerSchool. Nutzen Sie die Chance, mit uns ganz direkt ins Gespräch zu kommen sowie mit zahlreichen Führungskräften der öffentlichen Verwaltung – von Referatsleitungen bis zu Geschäftsführenden öffentlicher Unternehmen oder Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen – sie alle treffen sich zum Austausch über die „Chancen von Kooperationen für die Zukunft der Verwaltung“. Werden wir Sie auch dort treffen?

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht, auch wenn der Newsletter Sie vielleicht erst in einigen Tagen und nach Ihrer Urlaubszeit erreicht,

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.
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Ideenwettbewerb „Hybrides eGovernment“ bringt innovative Digitalisierungsansätze für Hessen

Um die Modernisierung ihrer Verwaltung konsequent voranzutreiben, hat die Hessische Landesregierung als Teil der Gesamtstrategie Digitales Hessen die Strategie Digitale Verwaltung Hessen 4.0 (DVH 4.0) entwickelt. Ein erklärtes Ziel der DVH 4.0 ist die nutzendenfreundliche Verknüpfung von privatwirtschaftlichen Dienstleistungen und Verwaltungsverfahren – das Hybride eGovernment. Um innovative Lösungen für die eigenen Digitalisierungsbedarfe aus der Start‑up-Szene zu finden, haben das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) und die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung (HMinD) von Mitte Oktober 2021 bis Mitte März 2022 den ersten Ideenwettbewerb Hybrides eGovernment durchgeführt. Die PD unterstützte bei der Projektsteuerung und -durchführung mit dem Nachunternehmer PUBLIC.

Katja Kümmel, Referatsleiterin im HMWEVW, äußert sich zu dem Ergebnis: „Wir haben – unterstützt durch die Unternehmen PD und PUBLIC – erfolgreich den Ideenwettbewerb ‚Hybrides eGovernment‘ durchgeführt. Dabei wurden innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von innovativen und zugleich sehr lebensnahen Ideen zur Digitalisierung des Verwaltungshandelns generiert, von denen wir neun prämiert haben. Dies legt einen Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit mit Start-ups und kann neue Kräfte in der Verwaltungsmodernisierung freisetzen.

Über die Hintergründe des Ideenwettbewerbs „Hybrides eGovernment“ sprach Katja Kümmel auch mit beteiligten Beraterinnen und Beratern der PD beim Digital Day des Creative Bureaucracy Festival 2022 – erfahren Sie mehr im Mitschnitt der Session! Wenn Sie mehr erfahren möchten über den Nutzen von Start-up-Lösungen für die Bewältigung der anstehenden Digitalisierungsbedarfe, sprechen Sie uns gerne an!

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Hessen nutzt Scoring-Modell für die Entwicklung einer Immobilien-Strategie

Zwischen 2004 und 2006 verkaufte das Land Hessen 53 landeseigene Liegenschaften und mietete sie für einen Zeitraum von 30 Jahren zurück. 2019 – zur Hälfte der Laufzeit der Mietverträge – beschloss das Hessische Ministerium der Finanzen (HMdF), dieses „LEO-Portfolio“ bewerten zu lassen, um das genutzte Finanzierungsmodell der Sale & Lease-Back-Transaktion zu analysieren.

Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), der gemeinsam mit dem HMdF an der Strategieentwicklung des LEO-Portfolios beteiligt ist, bat im Frühjahr 2021 ein PD-Team aus dem Geschäftsbereich Landesbau um Unterstützung bei der Entwicklung eines Scoring-Modells, d.h. einer Bewertungs- und Entscheidungsmethodik für dieses Teilportfolio. Dabei sollten neben der Bewertung des wirtschaftlichen und bautechnischen Zustands auch Parameter wie Lage, Markt, Energieeffizienz, Nutzerbewertung und die übergeordneten Ziele des Landes berücksichtigt werden.

Die PD hat das HMdF und den LBIH nicht nur bei der Konzeptionierung und Anwendung dieses Bewertungstools beraten, sondern auch bei der Erhebung notwendiger Daten sowie bei der Ableitung von Handlungsempfehlungen und Strategieentwicklungen für den zukünftigen Umgang mit dem LEO-Portfolio unterstützt. Die Ergebnisse der Analyse sollen als Grundlage für die Weiterentwicklung der hessischen Immobilienstrategie insgesamt verwendet werden. Für die strategische Weiterentwicklung von Immobilien-Portfolien sprechen Sie uns gern an, um von unseren Erfahrungen zu partizipieren.

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KI im Gesundheitswesen – Erwartungen und Möglichkeiten

Die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, viele Verwaltungsbereiche zu modernisieren und Digitalisierung zu beschleunigen. Es wurden in den letzten zwei Jahren aber auch Hemmnisse und noch ungenutzte Verbesserungspotenziale sichtbar. Insbesondere das Gesundheitswesen stand bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie unter dauerhafter Beobachtung in Bezug auf sehr unterschiedlichen Dimensionen. Nicht selten ging es dabei in öffentlichen Diskussionen auch um die Bewertung und Hochrechnung aus Daten und der nutzbaren „künstlichen Intelligenz (KI)“.

In unserem neuen Beitrag der Rubrik „PD-Audio“ sprechen Dr. Heidi Seibold (Statistikerin, ausgezeichnet als KI-Newcommerin 2021 sowie freiberuflich im Bereich Open Science und Data Science tätig) und Dr. Friederike Irmen (Psychologin und Neurowissenschaftlerin sowie Beraterin in der PD-Science Group) über Einsatzmöglichkeiten von KI im Gesundheitswesen. Sie erklären, wo die öffentliche Hand vom Einsatz künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen profitieren kann, welche Relevanz „Open Data“ hat und wie eine positive Einstellung innerhalb der Gesellschaft zum Thema künstliche Intelligenz erreicht werden kann. Denn oft gilt es zuerst, Vorbehalte in der Bevölkerung und innerhalb der Verwaltung abzubauen, bevor die vorhandenen Chancen genutzt werden können: „Manche Leute haben immer noch Angst davor, dass KI ihnen den Job wegnimmt, dabei ist es umgekehrt. Und es geht eher um die Frage: Wie kann KI Deinen Job angenehmer gestalten?“, so Dr. Friederike Irmen.

Neugierig auf das Thema KI geworden? In unserer ersten Folge zum Thema KI sprechen Anita Klingel und Lajla Fetic über gemeinwohlorientierte Algorithmen in der Verwaltung. Zu diesem Beitrag und zu weiteren PD-Audio-Beiträgen gelangen Sie über den folgenden Link.

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Kooperationshorizont erweitern: bei der PD-SummerSchool 2022

Aus der Praxis für die Praxis – diesem Leitgedanken folgend bietet die PD-SummerSchool Führungskräften der öffentlichen Hand ein exklusives Austauschformat zu aktuellen Verwaltungsthemen. Ziel der Veranstaltung ist es, Best Practices öffentlicher Institutionen vorzustellen und die Übertragbarkeit des geteilten Wissens in die Organisationen der Teilnehmenden zu diskutieren. Spannende Vorträge aus der Wissenschaft setzen einen methodischen Rahmen.

Im Fokus der vierten Ausgabe der PD-SummerSchool vom 7. bis 9. September 2022 in Berlin und Bad Saarow stehen etablierte und weniger bekannte Kooperationsformen der Verwaltung – mit erfolgreichen Best Practices aus Deutschland und einem Schwerpunkt auf innovativen Kooperationen in Europa. Prof. Dr. Thomas Lenk, Universität Leipzig, führt in die unterschiedlichen Kooperationsformen ein, Prof. Rainer Kattel, University College London, stellt internationale Ansätze zur Steigerung der Projekt- und Kollaborationsfähigkeit der Verwaltung vor. Aus der Kooperationspraxis berichten unter anderem Ulrike Czech, FITKO, Vertreter:innen des Projekts „Interkommunal digital“ des Hochsauerlandkreises sowie die Verantwortlichen des als Partnerschaftsmodell realisierten Bildungscampus Riensförde in der Hansestadt Stade. Ein Werkstattgespräch zum Rechtsrahmen öffentlicher Kooperationen mit Dr. Friedrich Hausmann von der Kanzlei GSK Stockmann rundet das Veranstaltungsprogramm ab.

Sie möchten gern teilnehmen? Dann laden wir Sie herzlich zur PD-SummerSchool 2022 ein, die am 7. September mit einem Impuls von Staatssekretär und Schirmherr Werner Gatzer in Berlin beginnt!

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Kurz notiert – PD öffentlich

PD in der Fachpresse

Vor dem Hintergrund endlicher natürlicher Ressourcen und mit Blick auf eine größere soziale Gerechtigkeit stoßen die bisherigen, auf Wachstum fokussierten Wirtschaftsmodelle an ihre Grenzen. In ihrem Fachbeitrag „Die Donut-Ökonomie“ im Magazin „Innovative Verwaltung“ stellen Katharina Schlüter, Senior Managerin bei der PD, und Irina Leibold, PD-Managerin, ein strategisches Steuerungsinstrument vor, das es Ländern und Kommunen ermöglicht, Nachhaltigkeitsaspekte bei ihren Entscheidungen stärker zu berücksichtigen und dabei die globalen Auswirkungen im Blick zu behalten. Der Fachbeitrag basiert auf der Anfang April veröffentlichten PD-Impulse-Studie „Die Donut-Ökonomie als strategischer Kompass“. Darin hat die PD gemeinsam mit 14 deutschen Städten und in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) die Übertragbarkeit der Donut-Ökonomie auf deutsche Kommunen untersucht.
 

PD auf Veranstaltungen

Was verbirgt sich hinter dem Konzept des „Data-Driven Policy-Making“ und welche Methoden unterstützen öffentliche Führungskräfte bei der gemeinsamen, faktenbasierten Entscheidungsfindung? Und wie lassen sich Innovationsfähigkeit und Krisenfestigkeit der Verwaltung durch den Aufbau von eigener Inhouse-Kompetenz steigern? Nur zwei der Themen einer digitalen Workshop-Reihe, die im Rahmen des Creative Bureaucracy Festival (CBF) 2022 ab September bearbeitet werden. Im Fokus der monatlich stattfindenden Workshops stehen der Wissenstransfer und der offene Austausch über Chancen und Hürden kreativer Ansätze in der Verwaltungsrealität – mit einer begrenzten Teilnehmendenzahl. Demnächst startet hierfür die Bewerbung - schreiben Sie uns gern, wenn Sie mehr über die kostenfreie Workshop-Reihe erfahren möchten. Die Workshopreihe schließt thematisch an die Inhalte des CBF-Präsenztags am 2. Juni 2022 mit knapp 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Berlin an, bei dem die PD als Haupt-Festivalpartnerin  beteiligt war.

Ein zentrales Thema beim 18. Deutschen Kämmerertag am 28. und 29. September 2022 in Berlin wird die Bewältigung der Corona-Pandemie in den deutschen Kommunen sein – auch in Bezug auf die finanziellen Effekte der Pandemie. Die PD ist wie in den Vorjahren Mitveranstalterin des Deutschen Kämmerertags, dem „Familientreffen“ der kommunalen Verwaltungsspitze, und wird aus dem Team Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz gemeinsam mit kommunalen Finanzverantwortlichen einen Arbeitskreis zum Thema „Nachhaltigkeits- und wirkungsorientiertes Haushaltsmanagement“ gestalten.
 

PD-Webseite auf Englisch

Die erfolgreiche Inhouse-Beratung der PD für ihre derzeit 148 öffentlichen Gesellschafter und Kunden stößt auch international auf großes Interesse. Für Akteure des öffentlichen Sektors aus EU-Mitgliedstaaten und weiteren, nicht-deutschsprachigen Interessierten steht ein Teil des Web-Angebotes der PD ab sofort auch auf Englisch zur Verfügung.

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Aufgelesen

// aus der Verwaltung // Um junge Menschen besser auf die digitalisierte Welt vorzubereiten, führt das Land Hessen ab September das neue Unterrichtsfach „Digitale Welt“ ein. Darin sollen Schülerinnen und Schülern grundlegende Informatik-Kompetenzen in Verbindung mit ökonomischer und ökologischer Bildung vermittelt werden. Erprobt wird das neue Pilot-Schulfach zum Start des neuen Schuljahrs in rund 70 Klassen ab der Jahrgangsstufe 5 in zwei freiwilligen zusätzlichen Schulstunden pro Woche. Die Initiative ist Teil der Digitalstrategie des Landes.

In der PD-Session Neue Wege der Zusammenarbeit beim Creative Bureaucracy Festival (CBF) 2022 wurde beleuchtet, wie im Land Hessen die Digitalisierungskompetenz auch durch externe Innovationskraft, beispielsweise im Bildungsbereich, genutzt werden kann. Dort wurden Ideenwettbewerbe und Fallbeispiele aus dem Bildungsbereich als Strategien zur Einbindung von Start-ups vorgestellt.

// aus der Verwaltung // Mit dem Anfang Juli verabschiedeten Digitalprogramm 2025 will das Land Brandenburg die Digitalisierung stärker in die Fläche bringen. Künftig sollen mehr Menschen als bisher von digitalen Technologien und Anwendungen profitieren. Insgesamt 83 konkrete Maßnahmen – von der Schule über die Verwaltung und den Mittelstand bis hin zu Nachhaltigkeit und der Vermittlung von digitalen Kompetenzen für ältere Menschen – umfasst das neue Programm, das die Zukunftsstrategie „Digitales Brandenburg“ von 2018 fortschreibt.

Die PD Kommunen begleitet zahlreiche Kommunen, u.a. in Brandenburg, auf ihrem Weg zur Smart City / Smart Region.

// aus der Verwaltung // Der Deutsche Städtetag spricht sich für eine stärkere Kooperation und mehr Wissenstransfer bei der Digitalisierung von Kommunen aus. Statt einzelne Projekte voranzutreiben, sollte die Smart-City-Förderung nachhaltiger aufgesetzt, die Ebenen-übergreifende, gemeinschaftliche Erarbeitung von digitalen Lösungen gestärkt und deren Nachnutzung vereinfacht werden. Das umfasst auch den souveränen Umgang mit Daten als eine wichtige Ressource für kommunale Entscheidungen.

In der Studie „Die Stadt der Zukunft mit Daten gestalten“, die die PD 2021 gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag veröffentlicht hat, werden konkrete Empfehlungen für eine strategische Betrachtung kommunaler Datensouveränität abgeleitet. In der im selben Jahr vorgestellten „Analyse der kommunalen Förderlandschaft“ stellen die PD und der Deutsche Städtetag einen 8-Punkte-Plan für erfolgreiche Förderprogramme vor.

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Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Werkstudierende und sowie Managerinnen und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau, Infrastruktur, Kommunalberatung sowie Mitarbeitende für unsere internen Bereiche. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

Herausgeber
PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
Friedrichstraße 149, 10117 Berlin

Kontakt
Anja Tannhäuser
anja.tannhaeuser@pd-g.de
T +49 30 257679-139

Inhaltlich verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV
Stéphane Beemelmans und Claus Wechselmann
c/o PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH, Friedrichstr. 149, 10117 Berlin
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