Blickpunkt PD
Blickpunkt PD – Februar 2022
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Sehr geehrte Damen und Herren,

die gemeinsame Arbeit in Projekten oder an den Aufgaben der Daseinsvorsorge hat sich in den letzten Monaten und Jahren stark gewandelt. Wir haben an dieser Stelle schon häufiger darüber berichtet, wie sich der Arbeitsalltag dadurch verändert hat – mit Vorteilen der Flexibilität und dem Einsparen von Emissionen, aber auch den Nachteilen von Doppelbelastungen oder fehlender sozialer Kontakte. Der digitale und virtuelle Raum hat einen neuen Stellenwert erhalten.

In unserem heutigen Newsletter berichten wir aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln von „Räumen“ und deren Ausgestaltung im übertragenen Sinne. In Hamburg haben wir als PD das Konzept eines neuen „Bürgerservices“ begleitet und sind dabei der Frage nachgegangen, wie ein Kundenzentrum strategisch aufgebaut und im Netzwerk von Großstädten weiterentwickelt werden kann.

Im zweiten Beitrag schlagen wir die Methoden der agilen Zusammenarbeit zur Nachahmung vor – erfolgreich erprobt im Wirtschaftsministerium NRW. Denn im Rahmen des Programms „MWIDE digital 2022“ wurden zahlreiche Veränderungen innerhalb der Behörde umgesetzt. Dass vieles Notwendige sich auch erfolgreich etabliert hat, kann auf die Begleitung dieses Veränderungsprozesses zurückgeführt werden.

Eine weitere große Behörde des Landes NRW hat sich auf der Basis von geänderten Aufgabenanforderungen und der Anzahl der Mitarbeitenden auch mit dem Portfolio der verfügbaren Räume für die Verwaltungsarbeit beschäftigt. Gemeinsam mit der PD mündete diese beispielhafte Herangehensweise in ein umfangreiches Standortkonzept, das nun umgesetzt wird.

Der Raum zum Leben war und ist vielen Menschen während der Pandemie auch der Raum zum Arbeiten. Dabei wird jedoch gerade in Ballungszentren und Großstädten bezahlbarer Wohnraum immer rarer. Die PD hat ihre Expertise für öffentlichen Wohnraum und die integrierte Quartiersentwicklung jetzt gebündelt – und heute freuen wir uns, Ihnen diese vorstellen zu dürfen.

Wir hoffen, Sie lesen voll Neugier und Spannung unseren Februar-Newsletter und auch wir sind gespannt auf Ihre Fragen oder Kommentare. Sprechen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.
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Hamburger Kundenzentren werden neu organisiert

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat gemeinsam mit den zuständigen Bezirken beschlossen, die Hamburger Kundenzentren bis Ende 2022 neu zu organisieren. Die stadtweiten Kundenzentren sollen künftig einheitlich gesteuert werden und einen effizienteren und zukunftsorientierten Service mit mehr Leistungen für die Bürger:innen bieten. Die PD hat im Vorfeld der Entscheidung den Eigenbetrieb Kasse.Hamburg zu strategischen Modernisierungsoptionen der Hamburger Kundenzentren beraten und ein entsprechendes Gutachten erarbeitet.

Auf der Grundlage einer Good-Practice-Analyse in mehreren deutschen Großstädten wurden unterschiedliche Steuerungsmodelle für die zukünftige Steuerung der Kundenzentren vorgeschlagen – und damit die Grundlage für die Modernisierung des Hamburger Bürgerservices geschaffen. Der abschließende Bericht wurde der Hamburger Bürgerschaft seitens des Senats vorgelegt und veröffentlicht.

Die Großstädte, die an der Good-Practice-Analyse teilgenommen hatten, vernetzten sich anschließend im Rahmen eines interkommunalen Austausches zu Entwicklungen und Anforderungen an den Bürgerservice der Zukunft. Mit Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Wiesbaden sind mittlerweile acht Städte Teil dieses Netzwerkes, das von der PD unterstützt und moderiert wird. Möchten Sie in Ihrer Kommune die Potenziale des Bürger:innenservices auch stärker nutzen? Dann sprechen Sie uns gerne an.

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NRW-Wirtschaftsministerium erprobt agiles Arbeiten

Mit der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und den einhergehenden Digitalisierungsmaßnahmen sind viele Veränderungen für die Mitarbeitenden der Verwaltung verbunden. Methoden des agilen Arbeitens können helfen, diese Transformationsprozesse so zu gestalten, dass der Austausch und die Selbstorganisation von Mitarbeitenden dabei unterstützt werden. Dadurch werden kreative Kräfte in den Behörden zur Bewältigung komplexer Herausforderungen freigesetzt, was letztlich sowohl zur Zufriedenheit der Beschäftigten als auch der Nutzer:innen von Verwaltungsleistungen beiträgt.

Mit dem Ziel, die Praxistauglichkeit agiler Methoden zu prüfen, hat daher das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) im vergangenen Jahr agile Arbeitsweisen erprobt. Acht Referate aus verschiedenen Abteilungen des MWIDE, das bereits die Rolle als Modellministerium in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung des Landes wahrnimmt, erhielten die Möglichkeit, ihre agilen Fähigkeiten und Kompetenzen zu trainieren.

Die PD hat das Vorhaben im Rahmen des Programms „MWIDE digital 2022“ konzipiert und die Referate über mehrere Monate mit agilen Berater:innen professionell und eng begleitet. Unterstützt wurde das Ende 2021 beendete Projekt von agilen Coaches und Mentoren sowie von Trainerinnen und Trainern der Fortbildungsakademie des Landes Nordrhein-Westfalen. Seitdem werden die gelernten Methoden in den Referaten angewandt und bereits vorhandene agile Fähigkeiten weiter ausgebaut. Eine wissenschaftliche Begleitung dieses Prozesses ist für dieses Jahr geplant. Auch Sie möchten mehr Agilität für Ihre Behörde? Nutzen Sie unsere Expertise und sprechen Sie uns an – gerne entwickeln wir gemeinsam ein passendes Format.

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LANUV: Mehr Effizienz mit neuem Standortkonzept

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ist die technisch-wissenschaftliche Fachbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen für den Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz und untersteht dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV). Über 1.200 Mitarbeitende aller Fachrichtungen arbeiten an den Hauptstandorten des LANUV in Recklinghausen, Essen und Duisburg. Insgesamt 19 Liegenschaften mit unterschiedlichen – administrativen wie auch technisch-wissenschaftlichen – Nutzungsstrukturen stehen der Landesoberbehörde zur Verfügung. Hinzu kommen unterschiedliche Messnetze mit mehreren tausend Messstellen.

Eine Reihe von Veränderungen macht eine umfassende Neustrukturierung der Liegenschaften des LANUV erforderlich. Dazu gehörten zum einen die Inbetriebnahme neuer und zum anderen die Aufgabe alter Standorte. Aber auch die Aufgaben und die Mitarbeitendenstruktur haben sich verändert. Darüber hinaus bestand ein hoher Sanierungs- und Erneuerungsbedarf in vielen Laborbereichen. Die PD wurde vom LANUV beauftragt, die Standorte und die Anzahl der Labore mit Blick auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit kritisch zu betrachten.

Die Ergebnisse dieser Analyse mündeten in ein übergreifendes Standortkonzept. Darin werden unter anderem diverse Umbau- und Neubauten sowie die Konsolidierung und Aufgabe einiger kleinerer Standorte vorgeschlagen. Rainer Lüdtke, Leiter der Abteilung 1 des LANUV, zeigte sich mit den Leistungen der PD sehr zufrieden: „Bei diesem für alle Seiten außergewöhnlichen Projekt ist es durch gute Zusammenarbeit, die seitens der PD professionell koordiniert wurde, gelungen, ein gutes und für den angestrebten Zweck praktisch verwendbares Ergebnis zu erzielen.“ Die PD wurde anschließend beauftragt, ihre Expertise auch bei der Konkretisierung und Weiterentwicklung von Bestandteilen des Konzepts einzubringen. Wir unterstützen dabei, Potenziale von öffentlichen Liegenschaften besser zu nutzen. Sprechen Sie uns gerne an.

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PD verstärkt Beratung zu Wohnraum und Quartiersentwicklung

Wohnen zählt zu den Grundbedürfnissen. Bedarfsgerechte Wohn- und Lebensräume sollten daher allen Menschen zur Verfügung stehen. Angesichts der seit Jahren anhaltend angespannten Lage am Wohnungsmarkt fällt es jedoch insbesondere einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen zunehmend schwer, ein bezahlbares Zuhause zu finden, das ihren Bedürfnissen gerecht wird. Zwar wurden in den letzten Jahren beim Wohnungsbau Fortschritte erzielt. Dennoch nimmt das Angebot an bedarfsgerechtem Wohnraum in und um Ballungszentren vor allem im preisgebundenen Segment nicht merklich zu. Im ländlichen Raum dagegen stehen durch den Bevölkerungsrückgang und Wegzug der Menschen in die Städte immer mehr Wohnungen leer. Darüber hinaus stellen auch Baulandmobilisierungsprozesse, städtebauliche Rahmenbedingungen und die Notwendigkeit, besondere Wohnformen zu schaffen, vor allem Kommunen und Landkreise vor große Herausforderungen.

Bereits seit einigen Jahren berät die PD die öffentliche Hand zu strategischen, organisatorischen, wirtschaftlichen, städtebaulichen und baufachlichen Fragen im Bereich Wohnungsbau und Quartiersentwicklung. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung dieses Themenfeldes hat die PD nun ihre Expertise und langjährige Erfahrung im neuen Team „Wohnen und Quartier“ gebündelt. Ziel ist es, die öffentlichen Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene noch fokussierter zu beraten. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, wenn Sie Bedarf an Organisationsberatung zur Schaffung von preisgünstigem Wohnraum sowie lebendigen und vielfältigen Wohnquartieren haben!

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Kurz notiert – PD öffentlich

Rund 80 Sessionvorschläge für das CBF 2022 eingegangen

Etwa 80 Projektideen für das CBF 2022 wurden bis zum 3. Februar über die Website des Creative Bureaucracy Festivals eingereicht! Ein großer Erfolg – nicht zuletzt auch für das CBF-Team und die PD als Haupt-Festivalpartnerin. Zusammen arbeiten sie auch im Jahr 2022 an der Vorbereitung des einzigartigen Festivals zur Vorstellung innovativer Ideen und kreativer Projekte für eine moderne und nachhaltige Verwaltung. Die Creative Bureaucracy Festival Jury wird in den nächsten Tagen die Projekte auswählen, die sich beim Digital Day am 24. März vorstellen dürfen. Planen Sie also unbedingt diesen Tag für eine umfangreiche und vielfältige Ideensammlung ein – genauso wie das Festival am 2. Juni 2022 in Berlin! 
 

BSI re-zertifiziert Informationssicherheit der PD nach ISO 27001

Die PD ist seit Dezember 2018 nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz zertifiziert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die PD im Januar 2022 nach einer mehrmonatigen, umfassenden Überprüfung durch einen vom BSI zertifizierten ISO-27001-Auditor re-zertifiziert. Das BSI bescheinigt der PD damit erneut, auf eine Vielzahl von möglichen IT-Gefährdungen angemessen vorbereitet zu sein.

Das ISO-27001-Zertifikat auf Basis von IT-Grundschutz ermöglicht es der PD, Projekte öffentlicher Kunden zu beraten, die besonders hohe Anforderungen an den Umgang mit sicherheitsrelevanten Informationen und Prozessen stellen. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Jährlich wird überprüft, ob das Informationssicherheitssystem der PD weiterhin den Maßgaben des BSI-Grundschutzes genügt.
 

PD in der Fachpresse

Die neue Bundesregierung möchte auch im Gesundheitswesen neue Wege gehen, berichtet das Fachmagazin „Management & Krankenhaus“ – und verweist auf ein bereits 2019 von der PD veröffentlichtes, 900 Seiten starkes Gutachten. In diesem hat die PD – gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Forschung – eine Krankenhausplanung auf der Basis von Leistungsgruppen und Versorgungsstufen für Nordrhein-Westfalen (NRW) empfohlen. Diesen Vorschlag greift die Bundesregierung auf, die sich im Koalitionsvertrag auf Seite 86 dafür ausspricht, kurzfristig eine Regierungskommission einzusetzen, die „Empfehlungen vorlegen und insbesondere Leitplanken für eine auf Leistungsgruppen und Versorgungsstufen basierende und sich an Kriterien wie der Erreichbarkeit und der demographischen Entwicklung orientierende Krankenhausplanung erarbeiten“ soll. Die Erkenntnisse des PD-Gutachtens sind in das Dritte Gesetz zur Änderung des Krankenhausgestaltungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (KHGG NRW) eingeflossen. Nun könnten diese Ideen und Vorschläge für NRW also wegweisend für eine Reform der Krankenhausplanung in ganz Deutschland sein.

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Aufgelesen

//aus der Verwaltung// Die Bundesregierung will mehr und möglichst klimagerecht Sozialwohnungen bauen. Die Unterstützung für die Bundesländer in Höhe von einer Milliarde Euro an Bundesmitteln soll daher fortgesetzt und durch eine weitere Milliarde im Rahmen des Klimapakets für klimagerechte Sanierungen ergänzt werden. Dieses Vorhaben hat Wohn- und Bauministerin Klara Geywitz (SPD) am 12. Januar 2022 bei einem Gespräch im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen noch einmal bekräftigt.

Die PD begegnet dem drängenden Bedarf an bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum mit interdisziplinärer Fachexpertise aus Verwaltung, Wirtschaft, Stadt- und Raumplanung sowie dem Bauen – und hat hierfür ein übergreifendes und lebenszyklusorientiertes Leistungsportfolio entwickelt. Dieses reicht von der strategischen Beratung zum Baulandmanagement über die Begleitung von Konzeptvergaben und Auswahlprozessen geeigneter Planungsinstrumente sowie die Organisationsberatung zur Gründung kommunaler Wohnungsgesellschaften bis hin zu speziellen Wohnraumangeboten für besondere Zielgruppen wie Senioren, Studierende und Obdachsuchende.

//aus dem Marktumfeld// Das weltweit zum Schutz von Kriegs- und Konfliktopfern tätige Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist Mitte Januar 2022 Ziel einer schweren Cyberattacke geworden. Hacker verschafften sich Zugriff auf hochsensible Daten von mehr als einer halben Million Menschen, wie das IKRK mitteilte. Der Cyberangriff verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzes öffentlicher IT-Systeme.

Die PD untersucht in ihrer aktuellen PD-Perspektiven-StudieMehr Cybersicherheit durch Kooperationen auf Länderebene“ dieses Thema vor dem Hintergrund der bestehenden IT-Sicherheitsarchitektur in den Bundesländern. Die Untersuchung zeigt: Einige der Länder- bzw. Bund-Länder-Kooperationen können bereits zu einer schnellen und wirksamen Abwehr von Cyberattacken beitragen. Die heterogenen IT‑Sicherheitsstrukturen in den Ländern machen Verwaltungen jedoch anfällig für Cyberangriffe. Die PD‑Studie formulierte acht Empfehlungen für den Aufbau erfolgreicher Cybersicherheitskooperationen in den Ländern, um durch eine stärkere, koordinierte Zusammenarbeit beim Thema IT‑Sicherheit Doppelstrukturen zu vermeiden, ihre Ressourcen zu bündeln und gemeinsam eine größere Schlagkraft gegen Cyberkriminalität zu entfalten.

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Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Werkstudierende und Manager:innen für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau, Infrastruktur, Kommunalberatung. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

Herausgeber
PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
Friedrichstraße 149, 10117 Berlin

Kontakt
Anja Tannhäuser
E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Telefon: +49 30 257679-139

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