Sehr geehrte Damen und Herren,

alles neu macht der Mai, heißt es in einem alten Volkslied. Auch für unsere Kunden bringt der Frühlingsmonat große Projekte mit sich. Die Gemeinde Stemwede realisiert fünf Feuerwehrgerätehäuser und eine Rettungswache und hat dafür ein innovatives Verfahren zur kombinierten Vergabe der Gebäude angewendet. Der neue Mobilfunkstandard 5G wiederum bietet Verwaltungen die Gelegenheit, Vorreiter der Digitalisierung zu werden und Lösungen für die vernetzte Stadt von morgen zu entwickeln.

Die PD freut sich über die 150. Mitarbeiterin, die das eingespielte Team aus Beratungsprofis und jungen Kolleginnen und Kollegen ergänzt. In unserem Mai-Newsletter berichten wir Ihnen aus unserer Projektarbeit, von neuen Gesellschaftern und Kooperationen der PD und geben Ihnen einen Überblick unserer Aktivitäten und Veröffentlichungen.

Bei Fragen und Anmerkungen sprechen Sie uns gern an!

Ihre Stéphane Beemelmans und Claus Wechselmann

Herausforderung Flächeninfrastruktur gemeistert: Feuerwehren in Stemwede

Die nordrhein-westfälische Gemeinde Stemwede hat die Planung, den Neubau einschließlich ausgewählter Gebäudebetriebsdienstleistungen sowie die Finanzierung von fünf Feuerwehrgerätehäusern über einen Zeitraum von 15 Jahren an ein regional ansässiges, mittelständisches Bauunternehmen vergeben. Die Kommune investiert rund zehn Millionen Euro, die sie aus dem laufenden Haushalt bestreiten wird.

Die Herausforderung bestand darin, die bestehenden 13 Standorte der Stemweder Löschgruppen wirtschaftlicher zu betreiben. Dabei galt es, die steigenden Anforderungen des Brandschutzbedarfsplans der Gemeinde zu berücksichtigen: Stemwede gehört zu den flächenmäßig größten und zugleich am dünnsten besiedelten Gemeinden Nordrhein-Westfalens; die schnelle Erreichbarkeit auch entlegener Gebiete besitzt für die Feuerwehr oberste Priorität.

Das darauf aufbauende, von der PD entwickelte Modell der zusammengefassten Vergabe besitzt Modellcharakter und ist auch auf andere Kommunen übertragbar. PD unterstützte Stemwede während des Vergabeverfahrens als wirtschaftlicher Berater und Projektsteuerer. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an!

Die vernetzte Stadt wird Realität – mit 5G

Bereits 2020 soll die 5. Generation Mobilfunk (5G) verfügbar sein. Nach bisherigen Angaben wird 5G deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten bieten als der aktuelle Standard 4G LTE – und das bei einem Bruchteil des Energieverbrauchs. Dabei beschränkt sich 5G keineswegs auf das schnellere Surfen mit dem Smartphone oder eine verbesserte Netzabdeckung. Vielmehr stellt 5G eine einheitliche Lösung für die Vernetzung von unterschiedlichen Geräten dar, von Telefonen über Bürohardware bis zu ganzen Industrieanlagen.

Für Kommunen hat die Einführung von 5G zunächst praktische Konsequenzen: der geringere Stromverbrauch von 5G senkt die Fixkosten für bekannte Anwendungen wie die intelligente Straßenbeleuchtung oder die smarte Parkraumbewirtschaftung. Zudem eröffnet 5G Kommunen die Möglichkeit, neuartige Anwendungen für die vernetzte Stadt von morgen mit zu entwickeln. Mit 5G können Sender und Empfänger weltweit einheitlich gestaltet werden, wodurch Produkte aus dem Bereich automatisiertes und vernetztes Fahren und dem sogenannten „Internet der Dinge“ deutlich wirtschaftlicher werden.

Das BMVi möchte Deutschland als Leitmarkt für 5G-Anwendungen positionieren, mit entsprechenden Förderungen und Initiativen ist zu rechnen. Kommunen sollten daher frühzeitig eigene Digitalisierungsstrategien formulieren und festlegen, wie ihnen 5G helfen kann, ihre Herausforderungen zu bewältigen. Das kommunale Beratungsteam der PD berät Sie gerne auf Ihrem Weg zur vernetzten Stadt!

PD wächst auf 150 Mitarbeiter

Am 2. Mai 2018 wurden in den Räumen der PD mehrere neue Kolleginnen und Kollegen begrüßt, von denen eine, Frau Saskia Lehmann, bereits die 150. Mitarbeiterin ist. Gemeinsam mit den langjährig erfahrenen Beraterinnen und Beratern werden sie die wachsende Vielfalt unserer Beratungsmandate bearbeiten. Unsere Teams aus den Bereichen Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau / Infrastruktur stehen für innovative Beratungsansätze, die moderne Verwaltungsarbeit befördern.

Zuletzt hat sich Anfang Mai der Landkreis Celle entschieden, Gesellschafter der PD zu werden und künftig diese PD-Beratungsleistungen im Zuge der Inhouse-Vergabe zu nutzen. Für unsere Beraterteams suchen wir ständig nach vorausschauend denkenden Köpfen, die von unseren Standorten in Berlin oder Düsseldorf Lösungen für moderne Verwaltungsarbeit entwickeln und diese gemeinsam mit unseren Kunden implementieren möchten. Weitere Informationen finden sich in unseren Stellenangeboten.

Kurz notiert – PD öffentlich

Die PD hat mit dem Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften einen Kooperationsvertrag geschlossen. Die PD fördert zwei Stellen im Forschungsbereich „Staatliches Innovationsmanagement“. Das renommierte Institut, das an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel angesiedelt ist, erstellt für die Projektarbeit der PD juristische Gutachten- und Beratungsleistungen.

Der Monatsbericht April 2018 des Bundesministeriums der Finanzen gibt einen Überblick über die Beteiligungen des Bundes. Nachhaltiges Wirtschaften, bei dem ökonomische Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung verknüpft wird, sei der Bundesregierung ein wichtiges Anliegen, betont das BMF. Die Bundesregierung unterstützt daher den vom Rat für Nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit Finanzanalysten, Unternehmen und Wissenschaftlern im Oktober 2011 beschlossenen Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Die PD habe als eines von elf Unternehmen mit Bundesbeteiligung die Entsprechenserklärung für 2016 abgegeben, heißt es weiter.

Im Rahmen des Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 6. bis 8. Juni 2018 in Berlin hält Burkhard Landré, Direktor bei der PD, einen Vortrag, der die Lösungsansätze der PD zu „Investitionen in die Zukunft: Nicht auf den Staat warten“ vorstellen und die Frage „Öffentliche Großprojekte nehmen Fahrt auf: kann die Industrie liefern?“ diskutieren wird.

Beim diesjährigen DEMO-Kommunalkongress am 21. und 22. Juni 2018 ist die PD mit einem Messestand vor Ort. Treffen Sie uns auf der Ausstellung und vereinbaren Sie vorab einen Gesprächstermin mit uns!

Zum Thema „Zusammengefasste Vergaben im Schul- und Sportstättenbau“ hat Klaus Blättner, Manager bei der PD, einen Beitrag im Magazin „WirKommunalen“ veröffentlicht. Der Artikel ist auf der Fachpresseseite der PD nachlesbar.

In der Ausgabe 1/2018 der Zeitung „OBM – Die Zeitung für Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister“ ist der Beitrag „Mit 5G in die Stadt der Zukunft?“ von David Epp, Manager, und Lennart Bolduan, Consultant, erschienen.

Aufgelesen

// aus der Verwaltung // Das Statistische Bundesamt hat Bürger und Unternehmen in der „Lebenslagenbefragung 2017“ zur Zufriedenheit mit behördlichen Dienstleistungen befragt. Diese sind mit ihrer öffentlichen Verwaltung offenbar überwiegend zufrieden, die Bewertung hat sich im Vergleich zu 2015 kaum verändert. Nachjustiert werden sollte jedoch im E-Government, dort ergab die Umfrage erheblichen Nachholbedarf bei den Online-Angeboten der Behörden. Besonders schlecht schnitt bei den Bürgern der Aspekt „digitaler Austausch“ ab. Bemerkenswert ist, dass nur ein Drittel der befragten Bürger überhaupt online mit Behörden kommuniziert. Gründe für die Bewertung könnten das geringe Angebot von Anwendungen oder Bedenken diese sein. Auch die befragten Unternehmen zeigten sich mit den Online-Angeboten der Behörden unzufrieden. Von den Unternehmen nutzen immerhin zwei Drittel bereits die Möglichkeit, per Mail oder Internetauftritt mit Behörden zu kommunizieren.

// aus der Verwaltung // In seiner 25. Sitzung am 16. April 2018 hat der IT-Planungsrat seine Arbeitsschwerpunkte für 2018 festgelegt. Auf der Tagesordnung standen zentrale Themen zur Digitalisierung der Verwaltung wie die bürger- und unternehmensfreundliche Gestaltung elektronischer Zugänge, die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das Programm zur Digitalisierung von Bürgerdiensten und die IT-Sicherheit. Der IT-Planungsrat steuert zudem die von der PD beratene „Föderale IT-Kooperation“ (FITKO). Ein zentrales Projekt für den IT-Planungsrat ist die Umsetzung des Portalverbunds. Die geplante bürgerorientierte Verbund-Architektur nimmt derzeit Gestalt an. Dazu hatte der IT-Planungsrat bereits die Grundprinzipien der IT-Architektur für verbindlich erklärt und die pilothafte Errichtung eines Online-Gateways für die intelligente Verknüpfung der Portale von Bund und Ländern beschlossen. Den Ländern kommt dabei die Aufgabe zu, die Leistungen ihrer Kommunen über Digitalisierungsplattformen für den Portalverbund zu erschließen. Im Rahmen des Digitalisierungsprogramms Stufe 2 liegt dem IT-Planungsrat eine Liste von ca. 575 Verwaltungsleistungen vor, die digitalisiert werden sollen.

// aus der Verwaltung // Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) fordert die Bundesregierung angesichts der positiven Haushaltslage auf, ein kommunales Investitionsprogramm aufzulegen, das auf mindestens zehn Jahre angelegt ist und allen Kommunen zugutekommt. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Grundgesetz-Änderung, durch die der Bund überhaupt erst berechtigt ist, die Städte beispielsweise bei Investitionen in Schule und Bildung zu unterstützen, solle jetzt zügig umgesetzt werden. Der DStGB beklagt in diesem Zusammenhang einen Investitionsrückstand von rund 126 Milliarden Euro, der sich bei Städten und Gemeinden angehäuft habe. Auch sei es notwendig, bürokratische Hemmnisse abzubauen, die als Investitionsbremse wirkten. Es gelte, Planungsverfahren zu beschleunigen und auf die weitere Verschärfung von Energie- und Umweltstandards zu verzichten.