Sehr geehrte Damen und Herren,

Innovationen, Ideenmanagement, Strategien, Konzepte sind nur einige der vielen „Neuerungs-Schlagworte“. In diesem Newsletter zeigen wir Ihnen die Vorteile und die Notwendigkeiten auf, sich mit diesen Begriffen zu beschäftigen. Wir geben Ihnen Beispiele aus der Bundes- und Landesverwaltung, von öffentlichen Krankenhäusern und Kommunen, wie Innovation wirken kann und welche Wege zu nachhaltiger Modernisierung eingeschlagen werden können. Lassen Sie uns darüber im März ins Gespräch kommen – zum Beispiel auf dem Gesundheitskongress des Westens. Oder prüfen Sie das „neue Denken“ im Seminar zur Haushaltskonsolidierung.

Wie immer freuen wir uns über Ihre Fragen und Anregungen!

Ihre Stéphane Beemelmans und Claus Wechselmann

Innovationen nutzen heißt, echten Mehrwert für die Verwaltung schaffen

Schnelles Glasfaser-Internet in allen Kommunen und WLAN in jeder Amtsstube? Strategiepapiere und regelmäßige Kongressforen zeigen, dass Deutschland sein vielfach beklagtes Mittelmaß in der Digitalisierung noch überwinden muss. Verwaltung, Wirtschaft und Privathaushalte sollen schnellstmöglich „smart“ werden und Daten miteinander austauschen. Besonders die Verwaltung müsse sich sputen, Innovationen und bewährte Konzepte der Privatwirtschaft zu integrieren, lauten gängige Forderungen.

Wie sollen Verwaltungen auf die Appelle zur Innovation antworten? Kritiker der Digitalisierung erinnern an die Geister aus dem „Zauberlehrling“, die man heute ruft und morgen nicht mehr loswird. Tatsächlich gilt es als Verwaltung, das zu tun, was sie gut kann: mit Sachverstand Entscheidungen zu treffen und sich nicht vom derzeitigen „Hype“ um die vielen Innovations-„Buzzwords“ in die Irre führen zu lassen. Technologien und Methoden sind kein Selbstzweck, sondern bauen konkrete Wege, um konkrete Ziele zu erreichen. Ob eine bestimmte Innovation das Richtige für ein Stadtwerk, ein Landesministerium oder eine Bundesbehörde ist, muss ergebnisoffen und mit dem Ziel im Blick abgewogen werden.

Die PD überprüft aktuell mit mehreren Kunden, welche Innovationen einen Mehrwert für sie bieten und wie sie in die Verwaltungspraxis gelangen können. So möchte ein Bundesministerium ein fortlaufendes Innovationsmanagement aufsetzen, um in der Lage zu sein, selbst den Nutzen von innovativen Technologien kritisch analysieren und bewerten zu können. Kliniken der öffentlichen Hand unterstützt die PD, mit strategischen Innovationspartnerschaften trotz begrenzter finanzieller Ressourcen den technologischen Fortschritt in die Gesundheitsversorgung zu tragen. Eine Aufsichtsbehörde wiederum erwägt, Expertise zu bahnbrechenden Technologien ihrer Branche aufzubauen, um regulatorische Handlungsfelder zu identifizieren. Andere Kommunen entwickeln eine digitale Vision und ein strategisches Handlungskonzept für die moderne und effektive „Smart City“ von morgen, wozu auch die branchenübergreifende Beschäftigung mit 5G gehört.

Innovation heißt also, dass Wissen aufgebaut und neue Lösungen kritisch auf ihren Mehrwert für die Verwaltung hinterfragt werden. Dass referats- und ressortübergreifend nachgedacht und diskutiert wird, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Und dass dem Hype eine informierte Entscheidung der Verwaltung folgt. Gern sprechen wir mit Ihnen über Ihren Weg zum Management von Innovationen.

Kliniken mit großem Investitionsbedarf – Länder bleiben alleinig zuständig

Die Bundesländer sollten nach Ansicht der Bundesregierung weiterhin für die Investitionskosten der Krankenhäuser zuständig sein. Die Länder stellten zur Verwirklichung einer qualitativ hochwertigen Versorgung Krankenhauspläne und Investitionsprogramme auf. Dies sei sachgerecht, da so örtliche Besonderheiten angemessen berücksichtigt werden könnten.

Nach Angabe der Bundesregierung schätzen Wissenschaft und Praxis den jährlichen Investitionsbedarf der Kliniken auf mindestens 5,0 bis 6,6 Milliarden Euro. In Deutschland gibt es knapp 2.000 Krankenhäuser, mit rückläufiger Tendenz. Vor allem Kliniken in öffentlicher Trägerschaft sind häufig unterfinanziert. Grund dafür sind die seit Jahren zurückgehenden Investitionen der Länder, während die in den Krankenhäusern erbrachten Leistungen und damit die Kosten für die Gesetzliche Krankenversicherung steigen.

Wie kann die Lücke zwischen Investitionsbedarf und zurückgehender Länderfinanzierung geschlossen werden? Ansätze für öffentliche Kliniken sind beispielsweise in einer geänderten Strukturierung von Finanzierungen, der Einbindung von Fördermitteln, der zügigen und wirtschaftlichen Umsetzung von Investitionsmaßnahmen oder der Gestaltung betriebsoptimierter Neubauten zu finden. Diese leisten aufgrund ihrer modernen Funktionalität einen eigenen Wertbeitrag für ihre Refinanzierung, wie das Beispiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein zeigt.

Beim Gesundheitskongress des Westens am 13. und 14. März 2018 in Köln wird das Thema der Finanzierung im Gesundheitswesen einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden. Das Expertenteam der PD ist in Köln mit einem eigenen Messestand im Ausstellerforum vertreten und freut sich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Sie über die Beratungsangebote der PD im Bereich Gesundheitswesen zu informieren!

Kultur, IT und vier Kommunen = sechs neue PD-Gesellschafter

Mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ist eine der weltweit größten Kultureinrichtungen neuer Gesellschafter der PD. Die SPK ist eine dem Kulturstaatsminister unterstehende Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Die PD begleitet die SPK bereits in einer Vielzahl von Projekten.

Ein weiterer neuer Anteilseigner ist die „regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh“, ein großer kommunaler IT-Dienstleister mit Sitz in Aachen und Niederlassung in Gütersloh. Die regio iT versteht sich als IT-Partner für Kommunen und Schulen, Energieversorger und Entsorger sowie Non-Profit-Organisationen.

Auch die Stadt Aachen ist neuer Gesellschafter der PD und kann ab sofort den vollen Umfang des Beratungsangebotes der PD ohne Ausschreibung nutzen. Mit Duisburg hat sich eine weitere Kommune zum Anteilserwerb an der PD entschieden, die zu den einwohnerstärksten Städten Deutschlands zählt. Die neuen Gesellschafter Recklinghausen und Remscheid komplettieren den Kreis der neuen kommunalen Anteilseigner der PD.

Kurz notiert – PD öffentlich

Im Rahmen des 12. Gesundheitskongress des Westens am 13. und 14. März 2018 in Köln empfängt Sie Burkhard Landré, Direktor, am Messestand der PD im Ausstellungsforum und beantwortet Ihre Fragen rund um die Beratungsleistungen der PD bei Projekten im Gesundheitswesen.

Die Haushaltkonsolidierung verfolgt das Ziel, die öffentlichen Haushalte aus der Schuldenfalle zu befreien. Einen Überblick zu Strategien und Ansätzen und den zur Anwendung kommenden Werkzeugen bietet Dr. Ingo Caspari, Manager bei der PD, in seinem Seminar „Praxis der Haushaltskonsolidierung“, das am 14. und 15. März 2018 in Bonn stattfindet. Das Seminar wird auch zu einem zweiten Termin am 19. und 20. September 2018 in Berlin angeboten.

Die wirtschaftlichste Beschaffungsvariante mithilfe eines standardisierten Rechenmodells zu ermitteln, kann in dem Anwenderworkshop für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen gelernt werden, den die PD gemeinsam mit der Universität Leipzig am 21.-22. März 2018 ausrichtet. Das WU-Rechenmodell 2.0 ermöglicht es der öffentlichen Hand, die Optionen Miete, Kauf, Mietkauf, Leasing und ÖPP mit der konventionellen Beschaffung zu vergleichen. Die Teilnahme ist der öffentlichen Hand vorbehalten und kostenfrei.

Aufgelesen

// aus der Verwaltung // Das Deutsche Institut für Urbanistik hat Bürgermeister großer deutscher Städte für das „OB-Barometer 2018“ nach ihren vier aktuell größten Herausforderungen befragt. Neben dem durch die starke Zuwanderung (1) entstehenden Handlungsdruck beschäftigt die Stadtspitzen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum (2) – vor allem für Städte aus dem Norden und Süden Deutschlands sowie für Großstädte. Als drittes Kernthema werden die Kommunalfinanzen (3) genannt: Trotz insgesamt verbesserter öffentlicher Finanzlage bleibe für viele Städte die Haushaltskonsolidierung sowie der Aus- und Umbau der Infrastruktur eine große Herausforderung. Viertens zeigen sich deutliche Trendverschiebungen hin zu den Themen Verkehr und neue Mobilitätsformen sowie „Smart City“ (4). Mobilität und Digitalisierung aus Sicht der eigenen Stadt hätten stark an Bedeutung gewonnen. „Die befragten Stadtspitzen nehmen diese Themen jetzt und auch künftig mit als größte Herausforderungen für deutsche Kommunen insgesamt wahr“, heißt es in der Studie. Es verwundere nicht, dass die Städte sowohl für die aktuell brennenden Themen als auch mit Blick auf die zukünftigen Handlungsfelder Unterstützung durch EU, Bund und Länder forderten.

// aus der Marktwelt // Viele kommunale Unternehmen erwarten, dass das Leben auf dem Land durch die Digitalisierung attraktiver wird. Das geht aus den Antworten von mehr als 300 Firmen hervor, die der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) befragt hat. Laut der Erhebung schätzen rund 84 Prozent der Befragten, dass der ländliche Raum durch die Digitalisierung als Wohn- und Arbeitsort aufgewertet wird. 67 Prozent gaben an, die zunehmende Verlagerung von Lebensbereichen wie Bildung, Wirtschaft, Politik oder Medizin ins Internet könne die strukturellen Nachteile des Lebens auf dem Land reduzieren. Knapp 65 Prozent der befragten Firmen teilten mit, der Breitbandausbau sei derzeit die größte Herausforderung in ihrem Geschäftsgebiet. Nach Meinung der Firmen kann die Digitalisierung unter anderem dabei helfen, den Bevölkerungsschwund zu beenden, Arbeitsplätze aufs Land zu verlagern und die Eigenständigkeit von Anwohnern bis ins hohe Alter zu erhalten.

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