Sehr geehrte Damen und Herren,

unser heutiger Newsletter steht ganz im Zeichen der Innovation. Das Städtische Klinikum München steht mit der jüngst abgeschlossenen, derzeit europaweit größten Medizintechnik-Partnerschaft auch zukünftig auf dem neuesten Stand der Technik. Die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Bankenaufsicht wiederum untersucht eine umfangreiche Studie, an der die PD mitgewirkt hat.

Wie das Onlinezugangsgesetz unsere Zusammenarbeit in den Fachanwendungen der Verwaltung nachhaltig verändern wird, stellen wir in einem weiteren Beitrag vor. Bei Fragen und Anmerkungen sprechen Sie uns gern an!

Ihre Stéphane Beemelmans und Claus Wechselmann

Innovative Medizintechnik-Partnerschaft in München vertraglich besiegelt

Die Städtisches Klinikum München GmbH (StKM) und die Philips GmbH Market DACH haben am 6. Juni 2018 ihre „Innovationspartnerschaft für die bildgebende Medizintechnik“ vereinbart. Die PD hat die StKM als Projektmanager und strategischer Berater während des europaweiten Vergabeverfahrens im Wettbewerblichen Dialog begleitet und das innovative Partnerschaftsmodell mit konzipiert.

Das über eine Laufzeit von acht Jahren gestaltete Partnerschaftsmodell garantiert der StKM die Beschaffung von Neu- und Ersatzgeräten inklusive Wartung und Service, umfängliche Schulungs- und Beratungsleistungen sowie die technologische Weiterentwicklung und Orchestrierung der bildgebenden Systeme. Eine vor Verfahrensbeginn durchgeführte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zeigte deutliche Vorteile der Innovationspartnerschaft bei der Wirtschaftlichkeit und den Leistungsinhalten gegenüber der konventionellen Beschaffung auf.

Bereits im Vorfeld des europaweiten Vergabeverfahrens beriet die PD die StKM bei der Konkretisierung der Bedürfnisse und Anforderungen an die Innovationspartnerschaft. Hieraus leitete die PD die Konzeption eines Vertragsmodells, die Finanzierungsgestaltung und die Entgeltregelungen ab. Ihre Fragen zu Innovationspartnerschaften und dem Wettbewerblichen Dialog beantworten unsere Experten auch gerne persönlich, so demnächst beim 14. Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg.

BaFin untersucht Auswirkungen von Big Data und künstlicher Intelligenz

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 15. Juni 2018 die Studie „Big Data trifft auf Künstliche Intelligenz – Herausforderungen und Implikationen für Aufsicht und Regulierung von Finanzdienstleistungen“ veröffentlicht. Die Studie untersucht die Implikationen der technologiegetriebenen Marktentwicklungen aus verschiedenen regulatorischen und aufsichtlichen Perspektiven. Die PD hat die Erstellung der Studie und die Abstimmung mit den Projektbeteiligten federführend begleitet.

Die Untersuchung fokussiert auf strategische Trends, Marktentwicklungen und mögliche Risiken der technologischen Entwicklungen bei der Datenverarbeitung und -analyse und deren Auswirkungen auf die Finanzbranche. Für die BaFin sind hieraus Implikationen vor dem Hintergrund von Finanzstabilität, Markt- und Unternehmensaufsicht sowie kollektivem Verbraucherschutz ableitbar. Die PD hat die BaFin bei der Schärfung des Projektumfangs und bei der Projektkoordination beraten. Dabei hat sie unter anderem die formale und inhaltliche Qualitätssicherung sowie Campus-Veranstaltungen und vertiefende Workshops verantwortet.

Claus Wechselmann, Geschäftsführer der PD, betont die Aktualität der Studie in einem Interview: „Die Risiken, die die intensivere Nutzung von BDAI – neben den zahlreichen in der Studie beschriebenen Chancen – mit sich bringt, müssen analysiert und mit geeigneten Maßnahmen adressiert werden. Auch wenn der Fokus der Studie auf dem Finanzsektor liegt, lassen sich einige Erkenntnisse sicherlich auch auf andere Bereiche übertragen.“

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) erzeugt Handlungsdruck bei Bund und Ländern

Lange Wartezeiten und gedruckte Formulare in Behörden sollen in fünf Jahren endlich Geschichte sein. Nach dem Willen der Bundesregierung ändert sich die Art und Weise grundlegend, wie Behörden ihre Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen zugänglich machen. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen bis zum 31. Dezember 2022 auch elektronisch über geeignete Verwaltungsportale und Nutzerkonten anzubieten.

Die Voraussetzungen für eine rechtzeitige Umsetzung dieses strategischen Digitalisierungsthemas zu schaffen, stellt öffentliche Verwaltungen vor erhebliche Herausforderungen. Es gilt, zunächst die erforderliche Umsetzungstiefe im eigenen Zuständigkeitsbereich zu klären und die umzusetzenden Verwaltungsleistungen zu priorisieren. Ziel ist, eine rechtlich einwandfreie, organisatorisch effiziente und technisch geeignete Umsetzung in enger föderaler Abstimmung zu konzipieren.

Die Vielzahl der Einzelmaßnahmen erfordert ein Programmmanagement, das die erforderlichen, Ebenen-übergreifenden Abstimmungsprozesse berücksichtigt. Die PD begleitet bereits Behörden auf sämtlichen Verwaltungsebenen bei der Konzeption und Umsetzung OZG-relevanter Strukturen. Wir sind Ihr Ansprechpartner bei sämtlichen Fragen rund um die Verwaltungsdigitalisierung!

Kurz notiert – PD öffentlich

Burkhard Landré, Direktor, ist mit Teammitgliedern beim 14. Gesundheitswirtschaftskongress am 19. und 20. September 2018 in Hamburg am Messestand der PD anzutreffen.

Dr. Ingo Caspari, Manager, bietet in Kooperation mit dem BehördenSpiegel ein „Seminar zur Praxis der Haushaltskonsolidierung“ am 19. und 20. September 2018 in Berlin an.

Claus Wechselmann, Geschäftsführer, spricht in einem Interview mit Felix Hufeld, dem Präsidenten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), und weiteren Projektbeteiligten über die Veröffentlichung der Studie „Big Data trifft auf künstliche Intelligenz”, die von der PD begleitet wurde. Das Gespräch über „Maschinen dürfen auch bei automatisierten Prozessen nicht die Verantwortung tragen“ wurde für das „BaFin Journal“, Ausgabe Juni 2018, geführt.

Nicolas Koch, Senior Consultant, und Ole Oberste Berghaus, Consultant, gehen in einem Fachartikel der Frage nach, wie Mobilität in Städten der Zukunft gestaltet werden kann. Der Beitrag „Die autofreundliche Stadt war gestern“ ist in der Ausgabe 02/2018 (Juni 2018) der Quartals-Zeitschrift „OBM - Die Zeitung für Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister“ erschienen.

Dr. Ingo Caspari, Manager, und Patrick Petit, Consultant, haben einen Beitrag zur „Digitalisierung in der Verwaltung“ in „spectrum“, dem Magazin der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung veröffentlicht.

Alle Artikel sind auf unserer Fachpresseseite nachlesbar.

Aufgelesen

//aus der Marktwelt// Der Investitionsstau der Kommunen hat sich 2017 von 126 Milliarden Euro auf 159 Milliarden Euro erhöht. Dies belegt das „KfW-Kommunalpanel 2018“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Das Bevölkerungswachstum in Deutschland bedingt eine Vielzahl von Investitionsmaßnahmen. Besonders betroffen von dem um 20 Prozent gestiegenen Investitionsstau sind Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland, vor allem dort müssen in Rekordgeschwindigkeit neue Schulen, Kitas und Wohnungen gebaut werden. Mit Blick in die Zukunft zeigen sich die befragten Kommunen gleichwohl verhalten optimistisch, dass der Investitionsrückstand weiter abgebaut werden kann. Die Finanzierungsbedingungen werden von den meisten Kommunen als gut bewertet.

//aus der Marktwelt// Fast 90 Prozent der Deutschen fühlen sich der Digitalisierung ausgeliefert. Dies ermittelt der neue „Technik-Radar“ des an der Universität Stuttgart angesiedelten Zentrums für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (Zirius). Laut der repräsentativen Befragung ist zwar gut jeder Zweite an Technik interessiert. Nur ein knappes Viertel der Befragten ist aber der Ansicht, dass Technik mehr Probleme löst, als sie schafft. So glaubt fast jeder zweite Befragte, dass durch die Digitalisierung die Arbeitslosigkeit zunehmen wird. Die Angst, dass Internetkriminelle die Wohnung kontrollieren, ist bei mehr als zwei Dritteln der Deutschen verbreitet. Und nur 16 Prozent der Autofahrer wären bereit, sich ganz einem Roboter auszuliefern.

Unternehmen zeigen sich deutlich aufgeschlossener gegenüber den Chancen der Digitalisierung: so fordern 70 Prozent der Unternehmen von öffentlichen Stellen die Möglichkeit, Daten über Blockchain auszutauschen. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., für die rund 500 Unternehmensentscheider befragt wurden. Mehr als zwei Drittel möchten, dass Staat und Verwaltung durch den Einsatz von Technologien wie Blockchain als Vorreiter für innovative Informationstechnologien auftreten.

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