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über folgende aktuelle Nachrichten aus der Welt der Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) berichten wir Ihnen heute:

Aktuelles

„PPP ist ideal für uns“

„PPP ist ideal für uns“, betont der Vorstand des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Jens Scholz, in einem jetzt veröffentlichten Interview mit der Fachzeitschrift kma. Warum er für die Lösung seiner Infrastrukturaufgaben das Modell der Öffentlich-Privaten Partnerschaft gewählt und gegen Zweifler durchgesetzt hat, erläutert der Mediziner ausführlich in dem Beitrag. Ende September war das größte europäische Krankenhausprojekt als ÖPP vertraglich beschlossen worden. Mit der durch Prozessoptimierungen erwirtschafteten Effizienzrendite sollen nötige Sanierungen und Neubauten an den Klinikstandorten Kiel und Lübeck möglich werden. Die ÖPP Deutschland AG hatte dieses Konzept entworfen und das europaweite Vergabeverfahren begleitet.

Experten empfehlen, ÖPP auf Faktenbasis zu analysieren

Warum sie wesentliche Kritikpunkte des kürzlich vom Bundesrechnungshof veröffentlichten Gutachtens zum Bundesfernstraßenbau als ÖPP sowohl fachlich und insbesondere methodisch für nicht sachgerecht hält, hat die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG) in einer ausführlichen Stellungnahme dargelegt. Anlass war die Anhörung verschiedener Experten vor der internen Arbeitsgruppe der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU sowie SPD zur Weiterentwicklung von Öffentlich-Privaten Partnerschaften in Deutschland. Die VIFG fungiert als Kompetenzzentrum ÖPP des Bundes für Betreibermodelle im Bundesfernstraßenbau. Während der Sitzung Anfang September wurde das Thema ÖPP auch für den Hochbaubereich erörtert, zu dem neben anderen Bernward Kulle, Vorstandsmitglied der ÖPP Deutschland AG, angehört wurde. Er machte deutlich, dass statistisch gesehen bereits heute Deutschland in Europa am mittelstandfreundlichsten sei. Die durchschnittliche Projektgröße von etwa 30 Millionen Euro im deutschen ÖPP-Hochbaumarkt ist für Mittelständler geeignet, was auch ihr Anteil an über 50 Prozent der realisierten Projekte belege. Dem gegenüber stehen die europäischen Projekt mit etwa 100 Millionen Euro durchschnittlichem Investitionsvolumen.

Zehn Jahre ÖPP-Schulen im Kreis Offenbach

„Ohne PPP hätten wir viel höhere Energiekosten.“ Dieses Fazit zog Oliver Quilling, Landrat im Kreis Offenbach, Mitte Oktober, als sich 120 Gäste in der Dietzenbacher Heinrich-Mann-Schule trafen, um die seit zehn Jahren bestehende Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) zwischen dem Kreis und der SKE Schul-Facility-Management GmbH zu feiern. Das in der Bundesrepublik bislang einmalige Projekt hat ein Gesamtvolumen von mehr als 780 Millionen Euro. 2004 übernahm SKE für 15 Jahre die Verantwortung für die Schulen im Westkreis, HOCHTIEF wenig später im Ostkreis. Die Entscheidung für ÖPP ist nach den Worten des Landrats gut für den Schulstandort gewesen. Die von Kritikern oft zitierten Mehrkosten seien durch zusätzliche Bestellungen verursacht worden. So sei etwa der Bedarf an Mensen und Räumen wegen der Nachmittagsbetreuung gestiegen. Quilling hob auch die energetische Sanierung und die modernen Heizungsanlagen in seiner positiven Bilanz hervor. Der Hessische Rechnungshof stellte dem Projekt 2008 ein gutes Zwischenzeugnis aus und wartet für eine weitere Bewertung das Ende der Vertragslaufzeit ab. Er betonte, dass jedes ÖPP-Projekt individuell und differenziert betrachtet werden müsse.

Erster Spatenstich für neues Balletthaus in Düsseldorf

In Düsseldorf begannen Mitte Oktober die Bauarbeiten für das neue Ballettprobenhaus der Deutschen Oper am Rhein mit dem symbolischen ersten Spatenstich. Das ÖPP-Projekt im Bereich des alten Düsseldorfer Rheinbahndepots wird von HOCHTIEF geplant und errichtet und soll bereits im Sommer 2015 fertiggestellt werden. Die Kosten für Planung, Bau und Betrieb betragen zusammen etwa 26 Millionen Euro. Der private Partner übernimmt im Rahmen eines Mietvertrages 30 Jahre lang die komplette Unterhaltspflicht der Anlage. Dazu gehören alle erforderlichen Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, Inspektionen und Wartungen, die Reinigung sowie Pflege der Außenanlagen. Für den Opernintendanten Prof. Christoph Meyer ist der Neubau ein „großartiges und deutschlandweit nahezu einzigartiges deutliches Bekenntnis zur Kultur, welches hier durch die Stadt Düsseldorf gesetzt wird“. Ballettdirektor Martin Schläpfer freut sich über die Entscheidung für ein neues Probenhaus, das „kulturpolitisch in schwierigen Zeiten ein starkes Zeichen“ setze und „europaweit ausstrahlen wird“.

Neue ÖPP-Feuerwache in Krefeld nimmt Gestalt an

Die Bauarbeiten für die neue Krefelder Feuerwache gehen zügig voran. Das ÖPP-Projekt am Alten Güterbahnhof nimmt zunehmend Gestalt an, nachdem in einem aufwändigen Verfahren zunächst der Untergrund verdichtet werden musste. Die Verantwortung für die Planung, Errichtung, Finanzierung und den Betrieb der 85 Millionen Euro teuren Feuer- und Rettungswache hat die SKE Facility Management GmbH für 30 Jahre übernommen. Neben einer modernen Leitstelle werden unter anderem eine Sporthalle, Ruhe- und Aufenthaltsräume, Büroflächen, Atemschutzübungsstrecken, ein Blockheizkraftwerk mit 80-prozentiger Wärmerückgewinnung sowie ein Brandübungshaus und -turm realisiert. Im Februar 2016 soll die neue Wache in Betrieb genommen werden. Norbert Gehrmeyer, Niederlassungsleiter der SKE, betont, dass das „für ein Projekt dieser Größenordnung und unter Berücksichtigung der detaillierten Vorarbeiten rasend schnell“ sei.

Innovative ÖPP-Projekte ausgezeichnet

Für das vorbildliche „Partnerschaftsmodell Energiemanagement“ wurde das ÖPP-Projekt „Gymnasien und Realschulen im Landkreis Hof“ Mitte Oktober in Berlin mit einem PPP-Innovationspreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich gemeinsam vom Bundesverband PPP und der Zeitung Behörden Spiegel ausgelobt. Innovativ bei diesem Projekt sei die Vereinbarung einer Energiemengengarantie, die vom privaten Partner nicht überschritten werden darf. Dies gelang, indem die vorhandenen Schulgebäude energetisch saniert bzw. neue gebaut wurden. Die Kommune profitiere so von niedrigen Energiekosten.

Darüber hinaus wurden in diesem Jahr drei weitere PPP-Innovationspreise vergeben: Für das Modernisierungsprojekt HERKULES sind die Bundeswehr und der IT-Dienstleister BWI für ein Projekt in der Betriebsphase ausgezeichnet worden. Das Projekt Aquasud Differdingen hat einen Preis für die vereinbarte Risikoverteilung bei einem Sport- und Freizeitbadprojekt erhalten: Sowohl der öffentliche als auch der private Partner tragen hier je 50 Prozent der Risiken. Zudem wurde Josef Poxleitner, bis Sommer 2014 Leiter der Obersten Baubehörde Bayerns, für sein Engagement für PPP in Bayern als PPP-Persönlichkeit des Jahres geehrt.

„PPP ist ideal für uns“

„PPP ist ideal für uns“, betont der Vorstand des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Jens Scholz, in einem jetzt veröffentlichten Interview mit der Fachzeitschrift kma. Warum er für die Lösung seiner Infrastrukturaufgaben das Modell der Öffentlich-Privaten Partnerschaft gewählt und gegen Zweifler durchgesetzt hat, erläutert der Mediziner ausführlich in dem Beitrag. Ende September war das größte europäische Krankenhausprojekt als ÖPP vertraglich beschlossen worden. Mit der durch Prozessoptimierungen erwirtschafteten Effizienzrendite sollen nötige Sanierungen und Neubauten an den Klinikstandorten Kiel und Lübeck möglich werden. Die ÖPP Deutschland AG hatte dieses Konzept entworfen und das europaweite Vergabeverfahren begleitet.

Experten empfehlen, ÖPP auf Faktenbasis zu analysieren

Warum sie wesentliche Kritikpunkte des kürzlich vom Bundesrechnungshof veröffentlichten Gutachtens zum Bundesfernstraßenbau als ÖPP sowohl fachlich und insbesondere methodisch für nicht sachgerecht hält, hat die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG) in einer ausführlichen Stellungnahme dargelegt. Anlass war die Anhörung verschiedener Experten vor der internen Arbeitsgruppe der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU sowie SPD zur Weiterentwicklung von Öffentlich-Privaten Partnerschaften in Deutschland. Die VIFG fungiert als Kompetenzzentrum ÖPP des Bundes für Betreibermodelle im Bundesfernstraßenbau. Während der Sitzung Anfang September wurde das Thema ÖPP auch für den Hochbaubereich erörtert, zu dem neben anderen Bernward Kulle, Vorstandsmitglied der ÖPP Deutschland AG, angehört wurde. Er machte deutlich, dass statistisch gesehen bereits heute Deutschland in Europa am mittelstandfreundlichsten sei. Die durchschnittliche Projektgröße von etwa 30 Millionen Euro im deutschen ÖPP-Hochbaumarkt ist für Mittelständler geeignet, was auch ihr Anteil an über 50 Prozent der realisierten Projekte belege. Dem gegenüber stehen die europäischen Projekt mit etwa 100 Millionen Euro durchschnittlichem Investitionsvolumen.

Zehn Jahre ÖPP-Schulen im Kreis Offenbach

„Ohne PPP hätten wir viel höhere Energiekosten.“ Dieses Fazit zog Oliver Quilling, Landrat im Kreis Offenbach, Mitte Oktober, als sich 120 Gäste in der Dietzenbacher Heinrich-Mann-Schule trafen, um die seit zehn Jahren bestehende Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) zwischen dem Kreis und der SKE Schul-Facility-Management GmbH zu feiern. Das in der Bundesrepublik bislang einmalige Projekt hat ein Gesamtvolumen von mehr als 780 Millionen Euro. 2004 übernahm SKE für 15 Jahre die Verantwortung für die Schulen im Westkreis, HOCHTIEF wenig später im Ostkreis. Die Entscheidung für ÖPP ist nach den Worten des Landrats gut für den Schulstandort gewesen. Die von Kritikern oft zitierten Mehrkosten seien durch zusätzliche Bestellungen verursacht worden. So sei etwa der Bedarf an Mensen und Räumen wegen der Nachmittagsbetreuung gestiegen. Quilling hob auch die energetische Sanierung und die modernen Heizungsanlagen in seiner positiven Bilanz hervor. Der Hessische Rechnungshof stellte dem Projekt 2008 ein gutes Zwischenzeugnis aus und wartet für eine weitere Bewertung das Ende der Vertragslaufzeit ab. Er betonte, dass jedes ÖPP-Projekt individuell und differenziert betrachtet werden müsse.

Erster Spatenstich für neues Balletthaus in Düsseldorf

In Düsseldorf begannen Mitte Oktober die Bauarbeiten für das neue Ballettprobenhaus der Deutschen Oper am Rhein mit dem symbolischen ersten Spatenstich. Das ÖPP-Projekt im Bereich des alten Düsseldorfer Rheinbahndepots wird von HOCHTIEF geplant und errichtet und soll bereits im Sommer 2015 fertiggestellt werden. Die Kosten für Planung, Bau und Betrieb betragen zusammen etwa 26 Millionen Euro. Der private Partner übernimmt im Rahmen eines Mietvertrages 30 Jahre lang die komplette Unterhaltspflicht der Anlage. Dazu gehören alle erforderlichen Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, Inspektionen und Wartungen, die Reinigung sowie Pflege der Außenanlagen. Für den Opernintendanten Prof. Christoph Meyer ist der Neubau ein „großartiges und deutschlandweit nahezu einzigartiges deutliches Bekenntnis zur Kultur, welches hier durch die Stadt Düsseldorf gesetzt wird“. Ballettdirektor Martin Schläpfer freut sich über die Entscheidung für ein neues Probenhaus, das „kulturpolitisch in schwierigen Zeiten ein starkes Zeichen“ setze und „europaweit ausstrahlen wird“.

Neue ÖPP-Feuerwache in Krefeld nimmt Gestalt an

Die Bauarbeiten für die neue Krefelder Feuerwache gehen zügig voran. Das ÖPP-Projekt am Alten Güterbahnhof nimmt zunehmend Gestalt an, nachdem in einem aufwändigen Verfahren zunächst der Untergrund verdichtet werden musste. Die Verantwortung für die Planung, Errichtung, Finanzierung und den Betrieb der 85 Millionen Euro teuren Feuer- und Rettungswache hat die SKE Facility Management GmbH für 30 Jahre übernommen. Neben einer modernen Leitstelle werden unter anderem eine Sporthalle, Ruhe- und Aufenthaltsräume, Büroflächen, Atemschutzübungsstrecken, ein Blockheizkraftwerk mit 80-prozentiger Wärmerückgewinnung sowie ein Brandübungshaus und -turm realisiert. Im Februar 2016 soll die neue Wache in Betrieb genommen werden. Norbert Gehrmeyer, Niederlassungsleiter der SKE, betont, dass das „für ein Projekt dieser Größenordnung und unter Berücksichtigung der detaillierten Vorarbeiten rasend schnell“ sei.

Innovative ÖPP-Projekte ausgezeichnet

Für das vorbildliche „Partnerschaftsmodell Energiemanagement“ wurde das ÖPP-Projekt „Gymnasien und Realschulen im Landkreis Hof“ Mitte Oktober in Berlin mit einem PPP-Innovationspreis ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich gemeinsam vom Bundesverband PPP und der Zeitung Behörden Spiegel ausgelobt. Innovativ bei diesem Projekt sei die Vereinbarung einer Energiemengengarantie, die vom privaten Partner nicht überschritten werden darf. Dies gelang, indem die vorhandenen Schulgebäude energetisch saniert bzw. neue gebaut wurden. Die Kommune profitiere so von niedrigen Energiekosten.

Darüber hinaus wurden in diesem Jahr drei weitere PPP-Innovationspreise vergeben: Für das Modernisierungsprojekt HERKULES sind die Bundeswehr und der IT-Dienstleister BWI für ein Projekt in der Betriebsphase ausgezeichnet worden. Das Projekt Aquasud Differdingen hat einen Preis für die vereinbarte Risikoverteilung bei einem Sport- und Freizeitbadprojekt erhalten: Sowohl der öffentliche als auch der private Partner tragen hier je 50 Prozent der Risiken. Zudem wurde Josef Poxleitner, bis Sommer 2014 Leiter der Obersten Baubehörde Bayerns, für sein Engagement für PPP in Bayern als PPP-Persönlichkeit des Jahres geehrt.

Zur Sache

Mit Partnerschaftsmodellen Verwaltungen modernisieren

Steigende Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger, neue Aufgaben, finanzielle Engpässe und ein zunehmender Bevölkerungs- und Mitarbeiterrückgang stellen die Verwaltungen vor wachsende Herausforderungen. Außerdem stehen sie vor allem im IT-Sektor in einem spürbaren Wettbewerb um Fachkräfte. Hier setzen Partnerschaftsmodelle an. Zahlreiche Formen der Kooperation, sowohl innerhalb der Verwaltungen (siehe Blickpunkt ÖPP vom September 2014) als auch zwischen Verwaltungen und der Privatwirtschaft, haben sich in diesen Bereichen etabliert und stellen Lösungen dar, wie proaktiv modernisiert werden kann. Die neue Themenseite „Im Fokus: Verwaltungsmodernisierung“ der ÖPP Deutschland AG zeigt auf, wie dies durch Partnerschaften im IT- und Dienstleistungsbereich umgesetzt werden kann. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und reichen von der öffentlichen IT, über ausgewählte Serviceprozesse und allgemeine Verwaltungsprozesse bis hin zu digitalen Verwaltungsangeboten. Auf der Internetseite leitet Beate Lohmann, Abteilungsleiterin im Bundesministerium des Innern, in das Thema ein. Zudem werden Hintergrundinformationen, Fachartikel und Literaturhinweise angeboten.

Hessische Landesprojekte um 28 Prozent teurer

Durchschnittlich um 28 Prozent sind 32 abgeschlossene öffentliche Hochbaumaßnahmen teurer geworden als ursprünglich veranschlagt. Dies ist das Ergebnis eines Berichtes (siehe ab S. 277 ff.) des Hessischen Rechnungshofes über Kostensteigerungen bei diesen ausschließlich in konventioneller Weise beauftragten und umgesetzten Projekten. Statt der geplanten 734 Millionen Euro sind der öffentlichen Hand in Hessen dadurch Mehrkosten von etwa 208 Millionen Euro entstanden. Die Einzelprojekte wiesen dem Bericht zufolge sowohl einige Kostenunterschreitungen als auch deutliche Überschreitungen – bis zu 48 Prozent – auf.

Als Gründe für die Budgetüberschreitungen hat der Landesrechnungshof fünf als besonders relevant eingestuft: nachträgliche Nutzerforderungen, Planungsänderungen, nachträgliche behördliche Anforderungen, Preissteigerungen und Steigerungen der Baunebenkosten. Besonders letztere hätten mit einer durchschnittlichen Steigerung von zirka sieben Prozent der Baukosten erheblichen Anteil an den Gesamtkostensteigerungen. Diese entstünden vor allem durch geänderte oder neue Planungsleistungen, die an die anrechenbaren Kosten gekoppelt seien. Sie würden also direkt durch geänderte Nutzeranforderungen und nachträgliche behördliche Anforderungen beeinflusst. Die nachträglichen behördlichen Anforderungen hätten eine Kostensteigerung von im Mittel 2,5 Prozent verursacht.

Um dies künftig zu vermeiden, empfiehlt der Hessische Rechnungshof vor Auftragsvergabe, Planungen sorgfältig abzuschließen, Nutzeranforderungen klar zu definieren, Kosten realistisch und kurzzeitig zu kalkulieren sowie rechtzeitig alle relevanten Entscheider und Prüfinstanzen einzubinden.

Bei ÖPP-Projekten werden im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vor der Entscheidung für eine Öffentlich-Private Partnerschaft alle anfallenden Kosten für den Bau und Betrieb kalkuliert. Die Anforderungen der späteren Nutzer können hierbei bereits frühzeitig berücksichtigt werden. Dadurch werden spätere Aufwände sicherer abschätzbar.

Mit Partnerschaftsmodellen Verwaltungen modernisieren

Steigende Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger, neue Aufgaben, finanzielle Engpässe und ein zunehmender Bevölkerungs- und Mitarbeiterrückgang stellen die Verwaltungen vor wachsende Herausforderungen. Außerdem stehen sie vor allem im IT-Sektor in einem spürbaren Wettbewerb um Fachkräfte. Hier setzen Partnerschaftsmodelle an. Zahlreiche Formen der Kooperation, sowohl innerhalb der Verwaltungen (siehe Blickpunkt ÖPP vom September 2014) als auch zwischen Verwaltungen und der Privatwirtschaft, haben sich in diesen Bereichen etabliert und stellen Lösungen dar, wie proaktiv modernisiert werden kann. Die neue Themenseite „Im Fokus: Verwaltungsmodernisierung“ der ÖPP Deutschland AG zeigt auf, wie dies durch Partnerschaften im IT- und Dienstleistungsbereich umgesetzt werden kann. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und reichen von der öffentlichen IT, über ausgewählte Serviceprozesse und allgemeine Verwaltungsprozesse bis hin zu digitalen Verwaltungsangeboten. Auf der Internetseite leitet Beate Lohmann, Abteilungsleiterin im Bundesministerium des Innern, in das Thema ein. Zudem werden Hintergrundinformationen, Fachartikel und Literaturhinweise angeboten.

Zahl des Monats

Hessische Landesprojekte um 28 Prozent teurer

Durchschnittlich um 28 Prozent sind 32 abgeschlossene öffentliche Hochbaumaßnahmen teurer geworden als ursprünglich veranschlagt. Dies ist das Ergebnis eines Berichtes (siehe ab S. 277 ff.) des Hessischen Rechnungshofes über Kostensteigerungen bei diesen ausschließlich in konventioneller Weise beauftragten und umgesetzten Projekten. Statt der geplanten 734 Millionen Euro sind der öffentlichen Hand in Hessen dadurch Mehrkosten von etwa 208 Millionen Euro entstanden. Die Einzelprojekte wiesen dem Bericht zufolge sowohl einige Kostenunterschreitungen als auch deutliche Überschreitungen – bis zu 48 Prozent – auf.

Als Gründe für die Budgetüberschreitungen hat der Landesrechnungshof fünf als besonders relevant eingestuft: nachträgliche Nutzerforderungen, Planungsänderungen, nachträgliche behördliche Anforderungen, Preissteigerungen und Steigerungen der Baunebenkosten. Besonders letztere hätten mit einer durchschnittlichen Steigerung von zirka sieben Prozent der Baukosten erheblichen Anteil an den Gesamtkostensteigerungen. Diese entstünden vor allem durch geänderte oder neue Planungsleistungen, die an die anrechenbaren Kosten gekoppelt seien. Sie würden also direkt durch geänderte Nutzeranforderungen und nachträgliche behördliche Anforderungen beeinflusst. Die nachträglichen behördlichen Anforderungen hätten eine Kostensteigerung von im Mittel 2,5 Prozent verursacht.

Um dies künftig zu vermeiden, empfiehlt der Hessische Rechnungshof vor Auftragsvergabe, Planungen sorgfältig abzuschließen, Nutzeranforderungen klar zu definieren, Kosten realistisch und kurzzeitig zu kalkulieren sowie rechtzeitig alle relevanten Entscheider und Prüfinstanzen einzubinden.

Bei ÖPP-Projekten werden im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vor der Entscheidung für eine Öffentlich-Private Partnerschaft alle anfallenden Kosten für den Bau und Betrieb kalkuliert. Die Anforderungen der späteren Nutzer können hierbei bereits frühzeitig berücksichtigt werden. Dadurch werden spätere Aufwände sicherer abschätzbar.

Das „Behördenzentrum Heppenheim“ und das „Finanzzentrum Kassel Altmarkt“, zwei Projekte des Landes Hessen, werden in Projektsteckbriefen auf der Internetseite von Partnerschaften Deutschland näher vorgestellt. Neben einer Projektbeschreibung und Eckdaten stehen auch die Kontaktdaten der öffentlichen Auftraggeber für Nachfragen zur Verfügung.

Veröffentlichungen

Das „Behördenzentrum Heppenheim“ und das „Finanzzentrum Kassel Altmarkt“, zwei Projekte des Landes Hessen, werden in Projektsteckbriefen auf der Internetseite von Partnerschaften Deutschland näher vorgestellt. Neben einer Projektbeschreibung und Eckdaten stehen auch die Kontaktdaten der öffentlichen Auftraggeber für Nachfragen zur Verfügung.

Themenheft im „journalist“

Für die September-Ausgabe des Medienmagazins „journalist“ hat der Verlag Rommerskirchen gemeinsam mit der ÖPP Deutschland AG ein Themenheft „ÖPP“ herausgegeben. In der 16-seitigen Beilage werden verschiedene ÖPP-Projekte wie Schulen, Krankenhäuser, Straßen oder IT-Projekte vorgestellt, Hintergründe erläutert und Zusammenhänge erklärt. In einem Streitgespräch kommt ein ÖPP-Kritiker zu Wort, und es werden zahlreiche Kontaktdaten und Internetadressen rund um das ÖPP angeboten. Das gedruckte Heft senden wir Ihnen bei Interesse gerne zu.

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat in einem Interview angekündigt, dass derzeit die Wirtschaftlichkeit eines Erweiterungsbaus für die Neue Nationalgalerie in Berlin als ÖPP-Projekt geprüft wird.
 

Eine Übersicht über bereits laufende ÖPP-Infrastrukturprojekte in Deutschland liefert Ihnen die PPP-Projektdatenbank.
 

Auf der Internetseite ÖPP-Markt finden Sie darüber hinaus eine monatliche und halbjährliche Auswertung über die ÖPP-Projekte im Hoch- und Verkehrswegebau in Deutschland, sowohl nach Projektvolumen, Aufteilung über Bund-, Landes- und kommunale Projekte wie auch eine Aufteilung nach Sektoren (z. B. Bildung, Gesundheitswesen etc.).
 

Im Pressebereich können Sie den Newsletter monatlich nachlesen und finden außerdem Hinweise auf weitere Fachbeiträge zum Thema ÖPP.

Neue ÖPP-Projekte

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat in einem Interview angekündigt, dass derzeit die Wirtschaftlichkeit eines Erweiterungsbaus für die Neue Nationalgalerie in Berlin als ÖPP-Projekt geprüft wird.
 

Eine Übersicht über bereits laufende ÖPP-Infrastrukturprojekte in Deutschland liefert Ihnen die PPP-Projektdatenbank.
 

Auf der Internetseite ÖPP-Markt finden Sie darüber hinaus eine monatliche und halbjährliche Auswertung über die ÖPP-Projekte im Hoch- und Verkehrswegebau in Deutschland, sowohl nach Projektvolumen, Aufteilung über Bund-, Landes- und kommunale Projekte wie auch eine Aufteilung nach Sektoren (z. B. Bildung, Gesundheitswesen etc.).
 

Im Pressebereich können Sie den Newsletter monatlich nachlesen und finden außerdem Hinweise auf weitere Fachbeiträge zum Thema ÖPP.