Frischezentrum Köln

 

Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, den bisher in städtischer Regie betriebenen Kölner Großmarkt vom heutigen zentralen Standort in Köln-Raderberg an den Kölner Stadtrand zu verlegen. Mit der Verlagerung ist die Chance verbunden, das Frischezentrum im Hinblick auf Größe, Branchenmix und Nutzungsart auf die derzeitige Marktsituation und auf die langfristigen Ziele der Stadt Köln auszurichten. Als mögliche Ziele wurden durch die Stadt die Vermeidung einzelhandelsähnlicher Strukturen, das Angebot eines Frischezentrum-Vollsortiments (One-Stop-Einkauf) sowie die Berücksichtigung notwendiger ergänzender Dienstleistungen definiert.

PD wurde beauftragt, eine betriebswirtschaftliche Machbarkeitsstudie zum Bau und Betrieb eines neuen Frischezentrums in Köln-Marsdorf zu erarbeiten. Die Studie baut auf den Ergebnissen einer zuvor durch die Stadt beauftragten baulichen Konzeption auf.

Unsere Beratungsleistungen

  • Projektsteuerung und Strukturierung des Verfahrens
  • Markt- und Bedarfsanalyse
  • Ermittlung des Bedarfs für ein künftiges Frischezentrum für die Stadt Köln (auch im Vergleich zu anderen Großmärkten in Deutschland)
  • Entwicklung eines marktgängigen Vermietungskonzeptes sowie Abschätzung eines nachhaltigen und am Markt erzielbaren Mietniveaus
  • Frage der Platzierbarkeit des Vermietungsrisikos am Markt
  • Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mit qualitativem und monetärem Vergleich von vier Realisierungsvarianten (Eigenrealisierung, ÖPP-Inhabermodell, ÖPP-Inhabermodell mit gemischtwirtschaftlicher Gesellschaft, ÖPP-Konzessionsmodell)
  • Untersuchung und Gegenüberstellung von drei Finanzierungsvarianten
  • Markterkundung zu den Realisierungsvarianten
  • Abschließende Empfehlung zur Auswahl der insgesamt vorteilhaftesten Realisierungsvariante für die Stadt Köln
  • Begleitung des politischen Entscheidungsprozesses
  •  Information der beteiligten und interessierten Händler

 

Unser Auftraggeber: Stadt Köln, Dezernat Wirtschaft und Liegenschaften

Beratungszeitraum: Januar 2014 bis Oktober 2015

Eckdaten zum Projekt „Frischezentrum Köln“

Nutzer: Stadt Köln, Dezernat Wirtschaft und Liegenschaften
Projektziel: Ermittlung und Bestätigung des Bedarfs für den Neubau eines Frischezentrums in Köln; Identifizierung der wirtschaftlichsten (und marktgängigen) Umsetzungsvariante; Empfehlungen zum weiteren Vorgehen samt möglichem zeitlichen Ablauf
Standort: Köln
Investitionsvolumen: ca. 67 Mio. €
Vertragslaufzeit/Beginn: Zum Zeitpunkt der Untersuchung war der Umzug des Frischezentrums Ende 2020 geplant
Vertragsinhalt: Bedarfsermittlung und Entwicklung eines marktgängigen Vermietungskonzeptes; Frage der Platzierbarkeit des Vermietungsrisikos am Markt; qualitativer und monetärer Vergleich der Beschaffungsvarianten; abschließende Empfehlung zur Auswahl der insgesamt vorteilhaftesten Beschaffungsvariante für die Stadt Köln und Darstellung der nächsten Schritte
Empfehlungen: Es konnte ein erheblicher Wirtschaftlichkeitsvorteil sowie eine deutliche qualitative Verbesserung für Anbieter und Nutzer des Marktes durch ein ÖPP-Inhabermodell (ohne Übertragung des Vermietungsrisikos) ermittelt werden. Der prognostizierte Vorteil des Modells beträgt im Basisfall ca. 7 Prozent, im optimierten Fall bis zu 24 Prozent.



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