Blickpunkt - Partnerschaft Deutschland

Blickpunkt PD – September 2019

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

moderne Software kann effiziente Verwaltungsarbeit unterstützen, durch kurze Wege in einem Krankenhaus können Ärzte Patienten schneller helfen, und modulare Erweiterungsbauten lösen akute Schulplatzprobleme. Für die Einleitung unseres Newsletters ist dies schnell formuliert – im Einzelfall stecken bis zu zehn Jahre Projektbegleitung dahinter: von den ersten Gesprächen und Erkenntnissen, welche Lösung gewählt werden kann, um bisherige Abläufe und Aufgaben effektiver zu gestalten, bis hin zur Konzeption für die Umsetzung eines Projektes und deren Begleitung.

Wir stellen Ihnen heute die Einführung eines ERP-Systems (einer komplexen Software für Buchhaltung und Haushaltsplanung) für unseren europäischen Gesellschafter Zypern vor, für den wir jetzt seit fünf Jahren tätig sind. Die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein begann bereits vor zehn Jahren – Ende August konnte das „Klinikum der Zukunft“ am Campus Kiel eröffnet werden. In Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) wurde mit dem Bildungsprogramm Schule gleichfalls in die Zukunft gedacht. Der erhöhte Flächenbedarf ist mit einem innovativen Konzept gelöst worden, das die PD erarbeitet hat. Für den Kreis Mettmann haben sich IT-Synergien durch die Kooperation mit einem Verbund ergeben, bei dessen Suche und Auswahl die PD unterstützte.

Lesen Sie außerdem, wer ab September neu in unserer Geschäftsleitung und in unserem Aufsichtsrat ist. Außerdem können Sie uns im Herbst auf zahlreichen Veranstaltungen begegnen.

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Republik Zypern implementiert ERP-System

Die Republik Zypern führt für ihre Finanz- und Personalverwaltung ein zentrales ERP-System („Enterprise-Resource-Planning-System“) ein. Das ERP-System soll als eine komplexe Anwendungssoftware die Buchhaltung, Haushaltsplanung und -durchführung im zypriotischen Finanzministerium sowie die ressortübergreifende Personalverwaltung IT-gestützt optimieren. Die PD wurde 2014 beauftragt, in enger Abstimmung mit Entscheidungsträgern der zypriotischen Finanz- und Personalverwaltung die funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen zu analysieren und vertragsfest zu formulieren sowie bei der Angebotsauswertung und Implementierung zu unterstützen.

Die Ausschreibung für ein modernes ERP-System wurde 2017 veröffentlicht, die Zuschlagserteilung erfolgte im Oktober 2018. Damit wurde ein wichtiger Grundstein für die IT-Modernisierung der zypriotischen Verwaltung gelegt. Seit Januar 2019 begleitet die PD das zypriotische Finanzministerium bei der Implementierung des ERP-Systems und der Steuerung des beauftragten Dienstleisters.

Das neue ERP-System bildet die aktuellen Anforderungen der Verwaltung, insbesondere im Berichtswesen, informationstechnisch ab, ermöglicht die Umstellung der Buchführung auf Doppik und stellt die Personalverwaltung erstmals auf IT-basiertes Arbeiten um.

In einem weiteren Projekt unterstützt die PD die Republik Zypern, die seit Januar 2018 auch Gesellschafterin der PD ist, bei der Ausschreibung und Implementierung eines neuen Steuerverwaltungssystems. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung der Ausschreibung werden aktuell die eingegangen Angebote ausgewertet.

Ihre Fragen zur Beratung für die Republik Zypern beantworten wir gerne!

 

„Klinikum der Zukunft“ am UKSH feierlich eröffnet

Am 16. August 2019 eröffnete Ministerpräsident Daniel Günther das neue Zentralgebäude des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Kiel in einer Feierstunde. Mit der Fertigstellung des Neubaus ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung des von der PD beratenen Baulichen Masterplans erreicht. Dieser sieht die umfassende Sanierung bzw. den Neubau der Infrastruktur an den beiden UKSH-Standorten Kiel und Lübeck vor. Leitgedanke der Universitätsmedizin der Zukunft ist die höchstmögliche Effizienz im Einklang mit dem besten Standard für Patienten und Mitarbeiter. In den Neubauten werden daher wichtige Funktionen der Krankenversorgung zusammengeführt und auf diese Weise medizinisch und wirtschaftlich sinnvolle Größen und Arbeitsabläufe geschaffen.

Das sechsstöckige „Klinikum der Zukunft“ ist der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung am Campus Kiel. Um immer komplexere Krankheitszustände effektiv diagnostizieren und therapieren zu können, rücken im Neubau die Disziplinen in unmittelbare Nachbarschaft zueinander, die für die Patientenversorgung zusammengehören. Das Gebäude bietet zahlreiche Innovationen, mit denen die Aufenthaltsqualität für die Patienten erhöht und die Beschäftigten entlastet werden sollen. So gibt es ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer sowie ein neues Verpflegungssystem auf den Stationen mit einem vielfältigen Speisenangebot. Überall dort, wo Angehörige Zugang haben, finden sie angenehme Aufenthaltsbereiche. Des Weiteren können sich beispielsweise Terminkunden an Self-Check-in-Terminals selbst registrieren. Stationäre Patienten profitieren von Tablet-PCs mit Infotainment-System am Krankenbett.

Seit 2009 begleitet die PD das UKSH bei den umfassenden Maßnahmen zur Schaffung einer modernen Infrastruktur, mit der die Betriebsabläufe an beiden Standorten nachhaltig optimiert werden sollen. Das Großprojekt hat ein Gesamtprojektvolumen (inkl. Betriebsleistungen) von über 1,7 Milliarden Euro. Die PD begleitete das europaweite Vergabeverfahren des wettbewerblichen Dialogs von der ersten Konzeption über verschiedene Planungsrechnungen bis zur Zuschlagserteilung. Derzeit berät die PD das UKSH im Rahmen der Umsetzung als wirtschaftlicher Berater im Bereich Vertragscontrolling.

 

Solitäre Schulerweiterungsgebäude für die Stadt Recklinghausen

Nach zwölf Monaten hat ein innovatives Projekt im Bereich „Programmmanagement Bildung“ einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die PD unterstützt die Stadt Recklinghausen dabei, sieben Schulstandorte durch solitäre Erweiterungsgebäude zu erweitern, um dem durch die Ganztagseinführung gestiegenen Flächenbedarf gerecht zu werden. Die Ausschreibung der Bauleistung wurde kürzlich am Markt platziert und richtet sich an Spezialisten für den Schlüsselfertigbau in systematisierter Vorfertigung. Mit dem weitgehenden Verzicht konstruktiver Vorgaben soll ein großer Bieterkreis angesprochen werden (Ausschreibungsinformation 1 und 2).

Die Schulbau-Vorstellungen der Stadt Recklinghausen wurden von der PD zunächst in ein standortneutrales und konstruktionsoffenes Systemkonzept übertragen. Auf dieser Basis konnte für jedes der sieben Erweiterungsgebäude ein passgenauer Entwurf für eine standortbezogene Machbarkeitsstudie abgeleitet werden. Die grundlegende Philosophie des Projektes besteht in der Wiederholung baugleicher Elemente in allen Erweiterungsgebäuden.

Für die Gebäudekonzepte der Machbarkeitsstudien wurden jeweils mit der Bauordnungsbehörde vorabgestimmte, zielorientierte Brandschutzvorkonzepte erarbeitet. Mit der Genehmigungsbehörde erfolgte vor der Ausschreibung zudem eine planungs- und bauordnungsrechtliche Vorabstimmung, um Störungen im Genehmigungsverfahren zu minimieren. Baugrundrisiken wurden durch umfassende Recherchen und Voruntersuchungen begrenzt und Schnittstellen klar und verständlich festgelegt. Planen Sie ein ähnliches Projekt und möchten mehr über unsere Erfahrungen wissen, sprechen Sie uns gern an.

 

IT-Kooperation schafft Synergien für den Kreis Mettmann

Der IT-Fachkräftemangel, die steigende Komplexität der informationstechnischen Infrastruktur und erhöhte Sicherheitsanforderungen belasten die IT-Abteilungen der Kommunen gleichermaßen. Der Kreis Mettmann hat sich daher 2018 entschieden, einen Entwicklungsprozess der hauseigenen IT anzustoßen und strategische Kooperationen mit kommunalen IT-Dienstleistern der Region zu prüfen. Die betroffenen IT-Mitarbeiter des Kreises sollten den Veränderungsprozess dabei aktiv mitgestalten.

Im Auftrag des Kreises konzipierte die PD ein mehrstufiges Verfahren zur Auswahl des Kooperationspartners. Zuerst analysierte die PD regionale Zweckverbände und informierte die potenziellen Partner über das Kooperationsvorhaben des Kreises sowie den Status der kreiseigenen IT. Den Zweckverbänden wurde die Möglichkeit gegeben, Kriterien für eine Kooperation zu formulieren.

In den von der PD moderierten Gesprächen mit Vertretern aus der Leitung und Mitarbeitern der Kreisverwaltung diskutierten die favorisierten Zweckverbände die konkrete Ausprägung einer möglichen Kooperation und beantworteten Fragen der IT-Belegschaft des Kreises. Die PD bewertete die Vor-Ort-Gespräche auf der Basis wirtschaftlicher, technischer, betrieblicher und personeller Kriterien und berücksichtigte für die Gesamtbewertung auch die dokumentierten Einschätzungen der IT-Beschäftigten des Kreises.

Zum 1. Januar 2019 ist der Kreis Mettmann dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) beigetreten. Dadurch wurde die IT des Kreises zu einem weiteren Standort des Zweckverbands. Die langfristige IT-Kooperation verschafft den Beteiligten Kostenvorteile, Synergieeffekte und die Verbesserung der Position beim Werben um IT-Fachkräfte. Möchten Sie mehr erfahren, sprechen Sie uns gerne an!

 

Neue Mitglieder in Geschäftsleitung und Aufsichtsrat der PD

Angesichts der größer werdenden PD und der damit verbundenen wachsenden Aufgabenbereiche wird die Geschäftsleitung um zwei Mitglieder erweitert. Yvonne Balzer und Dr. Uwe Schmidt werden ab 1. September 2019 gemeinsam mit ihren Geschäftsleitungskollegen die Tätigkeit der PD-Geschäftsführer unterstützen. Yvonne Balzer begleitet seit März 2019 als Direktorin bei der PD Projekte im Geschäftsbereich Strategische Verwaltungsmodernisierung mit den Schwerpunkten HR/Personal und Organisation. Dr. Uwe Schmidt wird ab 1. September 2019 bei größeren Ministerial- und Verwaltungsprojekten des Bundes und der Länder die jeweiligen Führungsebenen auf Auftraggeberseite betreuen. Erfahren Sie mehr über unsere Geschäftsleitung im Internet.

Die Nachfolge von Herrn Staatssekretär a.D. Gunther Adler im Aufsichtsrat der PD hat Frau Staatssekretärin Anne Katrin Bohle (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) angetreten. Am 31. Juli hat das Bundeskabinett ihrer Entsendung zugestimmt.

 

Kurz notiert – PD öffentlich

Unter dem Motto „NRW!Digital – Gemeinsam erfolgreich auf dem Weg“ treffen sich Verwaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen am 10. September 2019 zum 20. ÖV-Symposium in Düsseldorf. Das ÖV-Symposium steht unter der Schirmherrschaft des CIO des Landes NRW und wird mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände organisiert. Bei der diesjährigen Veranstaltung stehen Vertreter der PD am Messestand zu Gesprächen über die Leistungen der PD im Hinblick auf die Digitalisierung von Verwaltung bereit.

Am 26. September 2019 veranstaltet die Fachzeitschrift „Der Neue Kämmerer“ zum 15. Mal den „Deutschen Kämmerertag“ in Berlin. Die PD ist erstmalig einer der wenigen Partner des „Familientreffens der kommunalen Verwaltungsspitze“, der Finanzchefs des öffentlichen Sektors. Die Teilnahme ist ausschließlich Finanzentscheidern des öffentlichen Sektors, Geschäftsführern und kaufmännischen Leitern von öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Betrieben vorbehalten und kostenfrei. Die PD gestaltet von 11:15 Uhr bis 12:15 Uhr einen Workshop zum Thema „Smart City strategisch und proaktiv gestalten“ und freut sich auf den Austausch mit Ihnen!

Bereits zum zweiten Mal veranstaltet die PD in Kooperation mit der Hertie School of Governance die PD-SummerSchool. Vom 19. bis 21. September 2019 diskutieren Führungskräfte der Verwaltung aus Bundes-, Landes- und kommunalen Behörden und Institutionen zur Zukunft des öffentlichen Dienstes und die Frage, wie sich die öffentliche Verwaltung als attraktiver Arbeitgeber im künftigen Wettstreit um Fachkräfte behaupten kann. Über moderne Wege der Mitarbeitergewinnung und Weiterbildung hat sich in diesem Jahr auch der PD-Beirat ausgetauscht. Die Dokumentation mit zahlreichen Fachbeiträgen steht kostenlos zum Download bereit.

 

Aufgelesen

//aus Verwaltung und Wissenschaft// Das zweite Jahr in Folge hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) gemeinsam mit dem Institut für Innovation und Technik (iit) das „Zukunftsradar Digitale Kommune“ veröffentlicht. Insgesamt wurden 500 deutsche Kommunen rund um das Thema Digitalisierung befragt. Die Studie zeigt: Der Großteil der Kommunen schätzt den Mehrwert der Digitalisierung als hoch ein. Die digitale Transformation scheitert jedoch vielerorts am mangelnden Breitbandausbau. Der digitale Wandel sei allerdings notwendig, um Standorte attraktiv zu halten, betonen die Studienautoren. Dieser Einschätzung folgen auch die Autoren der Studie „Urbane Dörfer“ vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und dem Thinktank Neuland21. Sie sehen für ländliche Regionen große Chancen, kreative Digitalarbeiter von mehr Freiräumen, Ruhe und günstigeren Mieten zu überzeugen – vorausgesetzt, leistungsfähige Netze stehen den neuen Bewohnern in den stadtfernen Regionen zur Verfügung. Der digitalen Infrastruktur folgen die digitalen Angebote der Kommunen. Die PD begleitet Kommunen bei der Konzeption und Umsetzung einzelner Maßnahmen oder umfangreicher Strategien.

//aus der Marktwelt// Die Kreditanstalt für Wiederaufbau berichtet im „KfW-Kommunalpanel 2019“ bereits im zehnten Jahr in Folge über die finanz- und investitionspolitische Situation in den deutschen Kommunen. Laut Studie ermöglicht die solide Haushaltslage der Kommunen Planung und Beginn von Investitionsprojekten, so dass von steigenden Investitionsausgaben ausgegangen wird. Das erklärt auch den auf rund 138,4 Milliarden Euro gesunkenen, wahrgenommenen Investitionsrückstand (2018 waren es etwa 159 Milliarden Euro). Die geplanten Investitionen werden aber aufgrund von Kapazitätsengpässen nur teilweise getätigt. Auch in diesem Jahr bleiben Schulen, Straßen und Verwaltungsgebäude die Bereiche mit den größten Investitionsrückständen. Auffällig sind weiterhin die großen regionalen Unterschiede, die Einfluss auf Höhe und Ursachen der Rückstände haben. In den finanzstarken Kommunen erschweren eher temporäre Einflussfaktoren die Investitionen; in den finanzschwachen Kommunen sind weiterhin strukturelle Probleme bei der Finanz- und Personalausstattung verantwortlich.

 

In eigener Sache

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

 

Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Praktikanten, Werkstudenten und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau / Infrastruktur. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

 

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Herausgeber

PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
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10117 Berlin

Kontakt

Anja Tannhäuser
E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Tel.: +49 30 257679-139

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