Blickpunkt - Partnerschaft Deutschland

Blickpunkt PD – Oktober 2019

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Themen der Zukunft können auf vielfältige Weise von der öffentlichen Verwaltung mit-gestaltet werden: Wie überzeugen wir Fachkräfte von einer Karriere im öffentlichen Dienst? Wie stellen wir eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung flächendeckend sicher? Und wie wird eine Umgebung kreiert, die Menschen für Zukunftsthemen begeistert?

In einem im September 2019 veröffentlichten Gutachten untersucht die PD gemeinsam mit einem Expertenteam aus Wissenschaft und Wirtschaft die derzeitige Krankenhausversorgung in Nordrhein-Westfalen. Welche Handlungsempfehlungen für eine zukunftssichere Krankenhausplanung im bevölkerungsreichsten Bundesland wir aus der Analyse abgeleitet haben, lesen Sie in unserem ersten Beitrag.

Die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung wird stark durch ihre Beschäftigten bestimmt. Aktuelle Trends der Personalgewinnung, der Entwicklung und Führung der Beschäftigten spielen daher auch für den öffentlichen Dienst künftig eine viel größere Rolle als bisher, um Fach- und Führungskräfte anzuziehen. Dies ist eine Erkenntnis der PD-SummerSchool, die ebenfalls im September mit rund 40 Entscheidern aus der öffentlichen Verwaltung stattfand. Einen kleinen Ausschnitt aus dem geführten Diskurs stellen wir Ihnen heute vor.

Ein ganzes „Haus der Zukünfte“ hat vor wenigen Tagen die Türen für Besucher geöffnet: das Futurium in Berlin lädt zu wechselnden Ausstellungen und in ein Zukunftslabor ein, über die Zukunft zu diskutieren. Die PD hat den Neubau mit markanter Architektur und einem Gold-Zertifikat für nachhaltiges Bauen begleitet.

Haben Sie Ideen zu Zukunftsfragen? Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Gutachten und Datenbank zur Krankenhauslandschaft in NRW übergeben

Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat die PD eine umfassende Analyse der stationären Versorgungssituation in NRW vorgenommen. Die PD bildete hierfür ein Sachverständigenteam aus Mitarbeitern der PD und renommierten Experten der Krankenhausplanung und Gesundheitssystemforschung.

Das rund 900 Seiten starke Gutachten untersucht Potenziale der derzeitigen Krankenhausversorgung, gibt eine Bedarfsprognose für die Zukunft ab und enthält Handlungsempfehlungen für eine modifizierte Krankenhausplanung. Das Gutachten empfiehlt, künftig auf der Ebene von Leistungsgruppen zu planen. Diese international bereits erfolgreich angewandte Systematik erlaubt es dem MAGS, die angebotenen Leistungen je Krankenhaus in NRW effektiv zu steuern und an sich verändernde Bedarfe anzupassen. NRW-Gesundheitsminister Laumann kündigte bei der Veröffentlichung des Gutachtens am 16. September 2019 an, auf Basis der Untersuchung den Reformprozess der landesweiten Krankenhausplanung anzustoßen.

Die PD hatte für die Erstellung des Gutachtens die Gesamtprojektleitung inne und verantwortete die Projektsteuerung, die Kommunikation sowie die Auswahl und Koordination des Gutachterteams. Für Sonderfragestellungen der Versorgungsanalyse führte die PD die Untersuchungen durch. Zudem befragte die PD die Mitglieder des Landesauschusses für Krankenhausplanung nach ihren Erwartungen. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Handlungsempfehlungen und die skizzierten Umsetzungsschritte. Die für das Gutachten erhobenen Daten stehen dem MAGS in einer Datenbank zur Verfügung. Bei Fragen zum Projektvorgehen wenden Sie sich gerne an uns! Für inhaltliche Fragen sprechen Sie bitte das MAGS an.

 

Verwaltungen für Trends in der Personalgewinnung öffnen

Personalgewinnung, Personalentwicklung und die mit der Digitalisierung vieler Lebens- und Arbeitsbereiche einhergehenden kulturellen Veränderungen sind die aktuell großen Herausforderungen öffentlicher Organisationen. Die demografische Entwicklung und eine aus dem privaten Umfeld abgeleitete Erwartungshaltung der Bewerber erfordern neue Personalmodelle und Arbeitsformen. Deshalb sind Anpassungen in der Personalgewinnung so dringlich wie nie zuvor für den öffentlichen Dienst. Der Erfolg im Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte wird nur mit Anpassungen erfolgreich gestaltet werden können.

Die PD unterstützt derzeit verschiedene Bundesbehörden bei der Personalgewinnung von Fach- und Führungskräften. Die Beratung umfasst dabei sowohl die Konzeption von Maßnahmen zur hausinternen Professionalisierung des Bewerbermanagements, als auch die Begleitung des operativen Recruitings. Die PD übernimmt bei Bedarf die Direktansprache im Markt, das Veröffentlichen von Vakanzen in Sozialen Medien sowie die Vorauswahl für und Begleitung des finalen Auswahlverfahrens. Einen Schwerpunkt bildet aktuell die Besetzung von Führungspositionen.

Im Auftrag einer Landesbehörde entwickelt die PD derzeit ein Leitbild zur Führung im digitalen Wandel sowie ein modernes Programm zur Führungskräfteentwicklung. Ergänzend begleitet die PD Behörden auf Bundes-, Landes- sowie kommunaler Ebene bei der Etablierung neuer Zusammenarbeitsmodelle und moderner Arbeitswelten. Ziel der PD ist es, die öffentliche Hand zu befähigen, ihr Personal und ihre Organisation zukunftsfähig auszurichten.

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen die Ideen von „New Work“, lebenslangem Lernen, agilem Arbeiten und zeitgemäßen Raumkonzepten auf die Bedürfnisse Ihrer Verwaltung zu übertragen!

 

Fast 30.000 Gäste besuchen Berliner Futurium zur Eröffnung

Mit einem „Fest der Zukünfte“ vom 6. bis 9. September 2019 hat das Futurium in Berlin erstmals seine Türen für Besucher geöffnet. Das Futurium versteht sich als „Haus der Zukünfte“, das mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stiftungen stetig wechselnde Ausstellungen und ein breit gefächertes Veranstaltungs- und Dialogprogramm auf seinen 3.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche bieten möchte. Am Eröffnungswochenende hörten knapp 30.000 Besucher Vorträge und Diskussionen zu Zukunftsfragen und Zukunftsvisionen und probierten im „Futurium Lab“ eigene Ideen aus.

Das architektonisch markante Gebäude mit seiner auffälligen Glasfassade befindet sich in zentraler Lage am Berliner Kapelle-Ufer zwischen Hauptbahnhof und Reichstag. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat das Futurium gemeinsam mit einem privaten Partner in rund zweieinhalb Jahren Bauzeit errichtet. Die Nachhaltigkeit des Gebäudes wurde bereits mit dem Gold-Zertifikat im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) ausgezeichnet; mit einem Erfüllungsgrad von 89,8 Prozent ist das Futurium aktuell das nachhaltigste Bundesgebäude.

Die PD hat das Bauvorhaben von der Konzeptphase 2009 bis zur Fertigstellung begleitet. Als Projektmanager und wirtschaftlicher Berater hat die PD das europaweitete Vergabeverfahren vorbereitet und durchgeführt. Nach der Zuschlagserteilung verantwortete die PD das Projektmanagement und das Controlling während der Bauausführung. Auch das von der PD begleitete, benachbarte Gebäude für das Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde mit dem BNB-Gold-Status ausgezeichnet. Ihre Fragen rund um nachhaltiges Bauen beantworten wir gerne!

 

Kurz notiert – PD öffentlich

Rund 40 Führungskräfte der Verwaltung diskutierten bei der zweiten Auflage der PD-SummerSchool vom 19. bis 21. September 2019 über die „Zukunft des öffentlichen Dienstes“. Für die Veranstaltung in Kooperation mit der Hertie School of Governance hatte die PD prominente Gastredner gewonnen. Unter anderem sprachen Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, und Volker Ratzmann, Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund, über Strategien, die Attraktivität der Verwaltung als Arbeitgeber nachhaltig zu steigern.

Bereits am 10. September 2019 war die PD Partner des 20. ÖV-Symposium NRW. Rund 500 Teilnehmer tauschten sich dort über den aktuellen Digitalisierungsstand aus E-Verwaltungs- und E-Government-Projekten in Nordrhein-Westfalen aus. Hartmut Beuß, CIO des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie weitere Vertreter des Landes und der zahlreichen kommunalen Gesellschafter der PD informierten sich u.a. über die Programme „Digitale Verwaltung NRW“ und „MWIDE digital 2022“, die die PD beratend begleitet.

Als exklusiver Partner gestaltete die PD einen stark besuchten Workshop im Rahmen des „15. Deutschen Kämmerertages“, der am 27. September 2019 in Berlin stattfand. Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig, und Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, diskutierten mit Katharina Schlüter, Managerin bei der PD, und den Teilnehmern über Erwartungen an die „Smart City“. Die kommunalen Entscheidungsträger sahen die Mobilität als jenen Bereich an, in dem die Digitalisierung die größten Verbesserungspotenziale bietet. Stärkste Treiber der Smart City seien Wirtschaft und Bürger.

Im November ist die PD Mit-Gestalter von drei weiteren Veranstaltungen. Als einer der vier Kooperationspartner beteiligt sich die PD am „Digital Finance Summit 2019“ am 18. und 19. November 2019 in Hamburg. Die Digitalisierung des Finanzmanagements im öffentlichen Sektor, ihr Umsetzungstand und Perspektiven für die Zukunft sind das Thema der von der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg ausgerichteten Veranstaltung. Auch beim Kongress-kommunal am 8. und 9. November in Würzburg sowie beim DEMO-Kommunalkongress am 21. und 22. November 2019 in Berlin sind Vertreter der PD vor Ort.

 

Aufgelesen

//aus Wissenschaft und Forschung// Die aktuelle Sonderauswertung „Kommunaler Investitionsrückstand bei Schulen: Was steckt genau dahinter?“ von KfW Research und dem Deutschen Institut für Urbanistik zeigt, dass die Ursachen des Investitionsrückstands je nach finanzieller Lage der Gebietskörperschaft verschieden sind. Die finanzstarken Kommunen beklagen demnach vor allem Hemmnisse bei der Umsetzung und Realisierung von Investitionen, z.B. begrenzte Kapazitäten in der Verwaltung oder der Bauwirtschaft, aber auch komplizierte Planungsverfahren. Demgegenüber nennen finanzschwache Kommunen vor allem fehlende Finanzmittel und damit unzureichende Investitionsspielräume als vordringliches Problem. Einen Lösungsansatz stellen „Zusammengefasste Vergaben“ dar. Die PD hat dieses innovative Vorgehen entwickelt, bei dem gleichartige Leistungsbestandteile für mehrere wesensgleiche Aufgaben in einem Leistungsrahmen zusammengefasst oder Leistungsbeiträge für verschiedene Projekte gebündelt werden. Aktuell berät die PD die Stadt Duisburg, die in einem gebündelten Verfahren für 12 Schulen an 19 Standorten individuell abgestimmte Entwicklungskonzepte aufstellt. Wie sich parallel sieben Grundschulen durch modulare Bauweise schnell und kostengünstig erweitern lassen, erläutern wir in einem Best-Practice-Flyer.

//aus Wissenschaft und Forschung// Die öffentliche Verwaltung bemüht sich verstärkt um ein verbessertes Angebot von digitalen Dienstleistungen für ihre Bürger und Kunden. Das zeigt die Studie „Potenzialanalyse Digitale Plattformen“ des F.A.Z.‑Instituts, für die kommunale Entscheider befragt wurden. Dem Ausbau bestehender und Aufbau neuer Plattformen räumen sie eine entsprechend hohe Priorität ein. Die digitalen Plattformen sollen sich dabei als öffentlich finanzierte Alternativen zu etablierten kommerziellen Plattformen dienen: rund 87 Prozent der Befragten befürchten der Studie zufolge bereits Abhängigkeiten durch dominierende Plattformen. Daher suchen die Verwaltungen und ihre kommunalen Versorger verstärkt nach Kooperationspartnern, mit denen sie Produkte oder Dienstleistungen auf Plattformen im Verbund erbringen können.

//aus Wissenschaft und Forschung// Vom Bund bereitgestellte Fördermittel werden von den Kommunen nur in geringem Maße genutzt. Auf Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an das Bundesministerium der Finanzen erklärte dieses, dass bisher weniger als 50 Prozent der Fördermittel aus dem 2015 beschlossenen Kommunalinvestitionsförderungsfonds in Anspruch genommen wurden. Das entspricht 3,5 Milliarden Euro zur Förderung von kommunalen Investitionen. Es wird vermutet, dass der verzögerte Abruf der Fördermittel mit Personalengpässen, komplexen Antragsverfahren oder vergaberechtlichen Anforderungen zusammenhängen könnte. Ein Beispiel für die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln eines Bundeslandes zeigt die Zusammenarbeit der PD mit dem Landkreis Görlitz. Im Rahmen des Modernisierungsprogrammes „Verwaltung 4.0“ begleitet die PD den Landkreis bei der Programmsteuerung und dem Programmmanagement sowie bei der Umsetzung von 28 Einzelprojekten. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Transformationsprogramm mit einer Förderung in Höhe von 4,8 Millionen Euro.

 

In eigener Sache

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

 

Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Praktikanten, Werkstudenten und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau / Infrastruktur. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

 

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Kontakt

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E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Tel.: +49 30 257679-139

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