Blickpunkt - Partnerschaft Deutschland

Blickpunkt PD – Juni 2019

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Großprojekte der öffentlichen Hand stehen unter besonderer Beobachtung. Verzögerungen oder Kostensteigerungen provozieren mediale Reaktionen. Entsprechend wichtig ist es, mögliche Risiken in öffentlichen Projekten frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu entwickeln, mit denen diese Klippen umschifft werden können. Ein proaktives Risikomanagement hilft dabei, jedes Projekt von neuem stabil auf- und umzusetzen.

Dass auch die Kooperationsbereitschaft von Marktakteuren ein projektkritischer Erfolgsfaktor ist, verdeutlicht unser Beitrag über das Vorhaben der Stadt Bad Hersfeld. Die Kommune hat ein wegweisendes Konzept zur City-Logistik erstellt, dessen Umsetzung jedoch nun vom Zusammenspiel mit den ortsansässigen Dienstleistern abhängt.

Mit hoher Geschwindigkeit hingegen erhöht sich die Zahl der PD-Gesellschafter. In einem neuen Beteiligungsverein haben sich acht kommunale Großkrankenhäuser zusammengeschlossen, die nunmehr mit der PD zusammenarbeiten können. Mit der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – AöR ist zudem die erste öffentliche Bank Gesellschafter der PD geworden. Auf kommunaler Seite haben sich die Städte Paderborn und Solingen sowie die Kreise Sigmaringen und Ostholstein zum Anteilserwerb entschlossen.

Mit der Zahl unserer Gesellschafter wächst auch das Portfolio an Beratungsleistungen, das wir unseren öffentlichen Kunden bieten. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Fragen!

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Risikomanagement bei Projekten im öffentlichen Sektor: Vorbeugen ist besser als Heilen

Ein effektives Risikomanagement im Vorfeld und im Projektverlauf hilft, Probleme zu verhindern bzw. ihre Auswirkungen zu reduzieren. Proaktiv eingesetzt können zeitliche Verzögerungen oder Kostenexplosionen auch in öffentlichen Projekten reduziert bzw. ganz vermieden werden. Ziel sollte sein, in allen Projekten systematisch projektrelevante Risiken anhand definierter Kategorien zu identifizieren, mithilfe von Risikobearbeitungsstrategien zu steuern sowie sie und die eingeleiteten Maßnahmen fortlaufend zu überwachen. Denn in öffentlichen Projekten wird bisher häufig ein eher reaktives Risikomanagement betrieben. Projektverantwortliche scheuen oftmals die Kosten und den Aufwand, Risiken zu betrachten, oder sie interpretieren dies gar als Ausdruck der Schwäche. Allzu starre Organisationsmechanismen bewirken zudem, dass Risiken zwar gemeldet, jedoch häufig nicht angemessen bearbeitet werden.

Drei Schritte kennzeichnen den Prozess des Risikomanagements: eingangs werden mögliche Risiken identifiziert. Im zweiten Schritt wird der jeweilige Risikolevel gemessen an der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungshöhe berechnet. Auf dieser Basis werden im dritten Schritt eine Risikominderungsstrategie gewählt und geeignete Minderungsmaßnahmen geplant. Die bekanntesten Risikominderungsstrategien sind, das Risiko zu vermeiden, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Auswirkungen zu reduzieren, das Risiko auf einen Dritten zu übertragen oder mit ihm zu teilen sowie das Risiko als gegeben zu akzeptieren.

Die PD moderiert für ihre öffentlichen Kunden Workshops zum Risikomanagement, in denen die Projektbeteiligten den Prozess, die Methoden und die Werkzeuge des Risikomanagementsystems festlegen. Im Ergebnis liegt eine kontinuierlich fortgeführte Risikoliste vor, anhand derer alle projektrelevanten Risiken sowie ihre Steuerungsmaßnahmen erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden. Sprechen Sie uns gerne an, damit wir Ihr Projekt gemeinsam qualitätsgeprüft sowie termin- und kostensicher planen und steuern!

 

Ambitioniertes Konzept zur City-Logistik in Bad Hersfeld vorgestellt

Die Belastung von Innenstadtgebieten durch den Lieferverkehr nimmt durch die steigende Bedeutung des Versandhandels deutschlandweit immer mehr zu. Um die Städte weiterhin für Anwohner, Gewerbetreibende und Besucher attraktiv und lebenswert zu halten, sind innovative Ideen gefragt. Vor dieser Herausforderung steht auch die hessische Kreisstadt Bad Hersfeld. Sie strebt danach, ihre Rolle als bedeutender Logistikstandort im Zentrum Deutschlands mit den Anforderungen als Badekurort in Einklang zu bringen. Durch den Einsatz innovativer Mobilitätslösungen soll die Lebensqualität der Bürger kontinuierlich verbessert werden. Wesentliche erste Schritte dazu sollen mit dem Vorhaben „City-Logistik Bad Hersfeld“ in der zentralen Fußgängerzone der Innenstadt unternommen werden, die als Flanier- und Einkaufsmeile besonders stark vom Lieferverkehr betroffen ist.

Die Grundidee des Konzepts „City-Logistik Bad Hersfeld“ besteht darin, die Auslieferung und Entgegennahme von Paketen zu bündeln und auf der „letzten Meile“ mittels emissionsarmer Fahrzeuge zu betreiben. Dies beinhaltet die Einrichtung eines oder mehrerer zentraler Umschlagpunkte, sogenannter City-Logistik-Hubs, entlang der Fußgängerzone. Um den lokalen Einzelhandel zu stärken, könnte zudem ein „Shopping-Logistik“-Service eingerichtet werden: Kunden der Geschäfte in der Fußgängerzone können so ihre Einkäufe an Mini-Depots im Innenstadtbereich liefern lassen und sie dort gebündelt abholen.

Die Umsetzung des von der Stadt und der PD gemeinsam entwickelten Konzeptes erfordert eine intensive Kooperation mit den Marktakteuren der Paketlogistikbranche. Welche Fallstricke hierbei auftreten können, erläutert der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling sowie unsere Kollegen in dem aktuellen Fachbeitrag „Ideen für die letzte Meile“.

 

Kommunale Großkliniken beteiligen sich an der PD

Seit Juni 2019 können acht kommunale Großkliniken die Beratungsleistungen der PD direkt nutzen. Über den neu gegründeten „PD-Beteiligungsverein Kommunale Großkrankenhäuser e. V.“ sind die Kliniken mittelbare Gesellschafter. Der Verein steht weiteren Kliniken zum Beitritt offen. Damit folgen die kommunalen Maximalversorger dem Modell mehrerer Universitätsklinika, die sich bereits 2018 zum Beteiligungsverein „Forschung und Medizin“ e. V. zusammengeschlossen hatten.

Zu den Gründungsmitgliedern des „PD-Beteiligungsverein Kommunale Großkrankenhäuser e. V.“ zählen das Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, die Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH, die Klinikum Chemnitz gGmbH, die Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH, die Klinikum Dortmund gGmbH, die Klinikum Fulda gAG, die Kliniken der Stadt Köln und die Märkische Kliniken GmbH.

Neben den mittelbaren Gesellschaftern haben zudem die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – AöR, die Städte Solingen und Paderborn sowie der Landkreis Sigmaringen und der Kreis Ostholstein Anteile an der PD erworben.

Die PD verfügt damit über 93 unmittelbare und mittelbare Gesellschafter.

 

Verabschiedung von Aufsichtsratsmitglied Gerhard Becher

Gerhard Becher, seit zehn Jahren Mitglied des Aufsichtsrates der PD, scheidet aus dem Kontrollgremium des Unternehmens aus.

Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen und Vorsitzender des Aufsichtsrates der PD, sowie die Geschäftsführer Stéphane Beemelmans und Claus Wechselmann dankten Gerhard Becher herzlich für seine langjährige Aufsichtsratstätigkeit.

Am 18. Juni 2019 werden die Gesellschafter der PD auf der Gesellschafterversammlung einen Nachfolger wählen.

 

Kurz notiert – PD öffentlich

Bereits zum zweiten Mal veranstaltet die PD in Kooperation mit der Hertie School of Governance die PD-SummerSchool. In diesem Jahr geht es um die Zukunft des öffentlichen Dienstes und die Frage, wie sich die öffentliche Verwaltung als attraktiver Arbeitgeber im künftigen Wettstreit um Fachkräfte behaupten kann. Welche Formen des Recruitings sind heute die passenden? Welche Arbeitsplatzanforderungen haben neue Generationen? Und spielen die bekannten Karrierepfade in ihren Vorstellungen von Weiterentwicklung eine Rolle? Führungskultur, agiles Arbeiten und gleichzeitig die Notwendigkeit, Aufgaben der Daseinsvorsorge angemessen zu erfüllen, werden in einem exklusiven Kreis vom 19. bis 21. September 2019 diskutiert. Die Veranstaltung in und bei Berlin ist ausschließlich für Führungskräften der öffentlichen Hand sowie Wissenschaftler konzipiert. Bei Interesse oder Fragen zu der Veranstaltung kontaktieren Sie uns gerne.

Am 26. September 2019 veranstaltet die Fachzeitschrift „Der Neue Kämmerer“ zum 15. Mal den „Deutschen Kämmerertag“. Die PD ist erstmalig einer der wenigen Partner des „Familientreffens der kommunalen Verwaltungsspitze“, der Finanzchefinnen und -chefs des öffentlichen Sektors. Im Plenum und in Arbeitskreisen werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für das kommunale Finanzmanagement und Zukunftskonzepte für eine moderne Verwaltung erörtert. Die Teilnahme ist ausschließlich Finanzentscheidern des öffentlichen Sektors, Geschäftsführern und kaufmännischen Leitern von öffentlichen und öffentlich-rechtlichen Betrieben vorbehalten und kostenfrei. Die PD wird einen Workshop zum Thema Smart City mitgestalten und freut sich, mit Ihnen dort ins Gespräch zu kommen.

David Epp, Manager, und Markus Wollina, Consultant, berichten in dem Beitrag „Ideen für die ‚letzte Meile‘“ über ein Beratungsprojekt zur City-Logistik für den PD-Gesellschafter Bad Hersfeld. Der Artikel erschien im Juni 2019 in der Ausgabe 2/19 der Zeitung „OBM – Die Zeitung für Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister“. Begleitend veröffentlichte die Zeitung ein Interview mit dem Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling, in dem er über die Herausforderungen des Projekts spricht.

Dieser und weitere Beiträge stehen auf unserer Fachpresseseite zum Download zur Verfügung.

 

Aufgelesen

//aus Wissenschaft und Forschung// Der deutsche Arbeitsmarkt trotzt auch 2019 den Unwägbarkeiten der Weltwirtschaft und der nachlassenden Konjunktur in Deutschland. Weiterhin entstehen gerade im Dienstleistungssektor neue Stellen, die es zu besetzen gilt. Insbesondere der Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften in Verwaltung und Privatwirtschaft lässt sich zunehmend nicht mehr decken. Das Forschungsinstitut IAB der Bundesagentur für Arbeit stellt in der aktuellen Studie „GDP-Employment Decoupling and the Slow-down of Productivity Growth in Germany“ einen „selbstverstärkenden Effekt“ fest: Angesichts der Knappheit sichern sich Arbeitgeber wertvolle Arbeitskräfte; sie stellen also neue ein, wenn sie die Chance dazu haben, und halten die schon bei ihnen Beschäftigten. Selbst rentenberechtigte Mitarbeiter erhalten in beträchtlichem Umfang Bleibeangebote, wenn sie am Arbeitsmarkt schwer zu ersetzen sind. Der mögliche Wegfall von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung wird die Verknappung des Arbeitskräfteangebots aufgrund der Digitalisierung schwerlich kompensieren. Gerade für Verwaltungen wird es immer wichtiger, Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze und kontinuierliche Weiterbildung zu bieten, um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen und dauerhaft zu halten.

//aus Wissenschaft und Forschung// Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums steht derzeit ganz oben auf der Agenda der deutschen Städte. Als weitere vordringliche Handlungsfelder ermittelt das „OB-Barometer 2019“ des Deutschen Instituts für Urbanistik die Themen Mobilität und Digitalisierung. Im kommunalen Wohnungsbau benötigen die Städte der Studie zufolge dringend Unterstützung durch die Länder und den Bund, die für Mietrecht, Wohngeld und sozialen Wohnungsbau zuständig sind. Der Markt allein könne nicht für eine ausreichende Deckung des Wohnungsbedarfs sorgen. Entscheidend für die Zukunft sei die kommunale Bodenpolitik. Als wichtigstes Thema für die Zukunft nennt die Studie die Digitalisierung, zu der auch Aspekte wie Breitbandausbau, E-Government und Smart City gehören. Es gelte, die neuen IT-Technologien aktiv zur Gestaltung lebenswerter und nachhaltiger Städte einzusetzen. Für das Thema Mobilität fordern die befragten Stadtspitzen ein Gesamtkonzept des Bundes für nachhaltige Mobilität, das die in vielen Kommunen bereits erprobten Maßnahmen einfasst. Dazu müsse auch eine Investitionsoffensive von Bund und Ländern gehören.

 

In eigener Sache

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

 

Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Praktikanten, Werkstudenten und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau / Infrastruktur. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

 

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PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
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Kontakt

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E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Tel.: +49 30 257679-139

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