Blickpunkt PD
Blickpunkt PD – Oktober 2020
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Sehr geehrte Damen und Herren,

eine sehr spannende und bereichernde Zeit haben wir Ende September während des Creative Bureaucracy Festivals 2020 erleben dürfen. Wir hatten Sie eingeladen, mit uns an einem umfangreichen digitalen Programm teilzuhaben, das letztendlich aus über 150 Sessions bestand. Mehrere tausend Teilnehmer aus fast 90 Ländern haben die sehr verschiedenen Aspekte kreativer, innovativer und zukunftsweisender Verwaltungsarbeit über die fünf Tage der Festivalwoche verfolgt. Für die PD ein besonderer Anlass, gemeinsam mit zahlreichen Kunden unsere Projekte vorzustellen, über Erfahrungen zu diskutieren und das Wissen mit den Zuschauern zu teilen. Auch wir haben viel gelernt und sind kreativ geworden mit neuen Formaten und digitalen Interaktionsmöglichkeiten. Waren Sie nicht dabei? Kein Problem: alle Aufnahmen liegen als Mitschnitt auf der Programmseite des Festivals vor und werden demnächst inhaltlich passend auch auf der PD-Webseite eingestellt.

Eines unserer Festival-Themen war auch die Steigerung der Attraktivität der öffentlichen Verwaltung als Arbeitgeber. Wir haben eine intensive Befragung in Bundes- und Landesbehörden durchgeführt und analysiert, welche Rolle Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit und Laufbahnprinzip spielen und inwieweit Gemeinwohlorientierung und Work-Life-Balance beispielsweise an Gewichtung zunehmen. Die Studienergebnisse zur „Öffentlichen Verwaltung als attraktiver Arbeitgeber“ haben wir in unserer PD-Impulse-Reihe veröffentlicht.

Von zwei konkreten Beratungsprojekten berichten wir Ihnen heute darüber hinaus: zum einen von der Begleitung eines der derzeit größten kommunalen Bauprojekte in Partnerschaftsform, dem Bildungscampus in Stade, zum anderen von einem ebenfalls großen Vorhaben – der Digitalisierung aller Verwaltungsvorgänge im Land NRW.

Wie die Digitalisierung in der Zusammenarbeit gelingen kann, möchten wir gleichfalls auch von Ihnen wissen: gemeinsam mit der Hertie School of Governance starten wir eine Befragung zur Digitalisierung und zur Umsetzung des OZG aus Sicht der Bundesländer. Teilen Sie Ihre Erfahrungen, die Ergebnisse werden wir hier sowie auf unserer Webseite veröffentlichen.

Wir freuen uns, Ihnen so viele Beispiele aus unserer Praxis mitgeben zu können und hoffen, dass trotz eingeschränkter persönlicher Interaktion der Kontakt erhalten bleibt. Sprechen Sie uns daher gern an – per Mail, Telefon oder über einen Video-Chat – wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.
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Arbeitgeberattraktivität nachhaltig steigern

Die öffentliche Hand rekrutierte in der Vergangenheit einen großen Teil ihrer Fachkräfte aus Haushalten, die bereits im öffentlichen Dienst verankert sind. Der sich verschärfende Fachkräftemangel und der Anspruch, die Diversität der Gesellschaft auch in der Verwaltung zu leben, erfordern eine merkliche Steigerung der Arbeitgeberattraktivität für unterschiedliche Zielgruppen.

Die in der Reihe PD-Impulse erschienene Studie „Öffentliche Verwaltung als attraktiver Arbeitgeber“ bietet eine Grundlage für die Entwicklung einer auf den öffentlichen Dienst zugeschnittenen Arbeitgeberstrategie. In Zusammenarbeit mit sechs großen Verwaltungen des Bundes und der Länder sowie Expertengesprächen wurde empirisch sowohl quantitativ als auch qualitativ der Status-Quo analysiert. Die daraus entwickelte Stärken-Schwächen-Analyse zeigt nun zentrale Faktoren zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität auf.

Ein Stellhebel, den die Studie identifiziert, ist die Erfüllung der Bedürfnisse von Beschäftigten hinsichtlich der Arbeitsorganisation, der Leistungsgerechtigkeit und der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Mit pragmatischen und im Kontext des öffentlichen Dienstes umsetzbaren Handlungsempfehlungen sowie Praxisbeispielen aus den beteiligten Verwaltungen bietet die Studie öffentlichen Arbeitgebern Impulse zur Steigerung ihrer Attraktivität. Dies könnte in der Folge mit zur Überwindung des Fachkräftemangels beitragen. Wir freuen uns, mit Ihnen in den Austausch zu treten!

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Hansestadt Stade baut Bildungscampus der Zukunft

Die Hansestadt Stade hat am 26. August 2020 den Projektvertrag für den Neubau des „Bildungscampus Riensförde“ mit einem privaten Partner geschlossen. Das Projekt umfasst die Planung, den Bau, die Bauzwischenfinanzierung und den 25-jährigen (technischen) Gebäudebetrieb einer weiterführenden Oberschule, einer Grundschule, einer Kita sowie einer Vierfachsporthalle. Bis zur im Jahr 2023 geplanten Inbetriebnahme sollen dafür 22.000 Quadratmeter Brutto-Grundfläche und 32.000 Quadratmeter Außenanlagen errichtet werden.

Das Projekt stellt mit einem Investitionsvolumen von 72,5 Millionen Euro eines der größten kommunalen Partnerschaftsprojekte in Deutschland dar. Die Nachhaltigkeit des Neubaus soll durch das Silber-Zertifikat gemäß DGNB System bestätigt werden. Unter anderem sollen das hauseigene Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage eine gebäudespezifische Energieeigenerzeugung von ca. 75 Prozent ermöglichen.

Die PD hat 2018 im Auftrag der Hansestadt Stade eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Projekts erstellt und den politischen Abstimmungsprozess begleitet. Im Anschluss war die PD mit der Projektsteuerung und wirtschaftlichen Beratung sowie der Vorbereitung und Durchführung des EU-weiten Vergabeverfahrens betraut. Auch während der Planungs- und Bauphase werden wir die Kommune begleiten.

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Rückenwind für Digitalisierung der Landesverwaltung in NRW

„1.000 Einzelprojekte, 155.000 Bildschirmarbeitsplätze, Zeit: 2025. Das ist, gefühlt: morgen“, mit diesen Eckdaten umschreibt Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, CIO des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), das ehrgeizige Ziel, die gesamte Landesverwaltung im bevölkerungsreichsten Bundesland bis 2025 zu digitalisieren. Im Rahmen des Festivals PD x CBF2020 erläuterte der seit 1. September 2020 amtierende CIO von NRW das komplexe Programmmanagement, das für ein Digitalisierungsvorhaben dieser Größenordnung benötigt wird.

Das Programm „Digitale Verwaltung NRW“ zielt auf die vollständige Digitalisierung der Fachprozesse der gesamten Landesverwaltung bis 2025 ab. Die elektronische Verwaltungsarbeit soll durchgängig etabliert werden. Hierzu gehören zum Beispiel die Einführung der Basiskomponenten E-Akte, E-Laufmappe und E-Payment sowie die Dokumentation, Analyse und Optimierung der Verwaltungsabläufe. Bürger und Unternehmen sollen künftig nahtlos in elektronische Verwaltungsverfahren eingebunden werden. Die Beschäftigten in den rund 550 Landesbehörden werden durch Fortbildungen und ein professionelles Kommunikationsmanagement frühzeitig auf Veränderungen in den Arbeitsprozessen vorbereitet.

„Das schafft auch das beste Team nicht alleine. Deshalb hat sich das beste Team einen Partner gesucht: die PD“, so Prof. Dr. Meyer-Falcke während der Podiumsdiskussion beim CBF2020. Die PD hat mit dem CIO eine Governance für die Umsetzung des Programms „Digitale Verwaltung NRW“ entwickelt und begleitet das Programm weiterhin. Prof. Dr. Meyer-Falcke zeigte sich optimistisch, den engen Zeitplan zu halten: „In der Corona-Zeit haben wir bewiesen, dass wir noch schneller, noch intensiver an dem Prozess der Digitalisierung arbeiten können. Der Rückenwind ist da!“

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PD und Hertie School forschen zu Erfolgsfaktoren der Digitalisierung

Der Bund stellt Ländern und Kommunen aus den Mitteln des Konjunkturpakets erneut rund drei Milliarden Euro für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bereit. Die finanzielle Unterstützung soll dazu beitragen, die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland zu beschleunigen, wobei die aktuelle Covid-19-Pandemie den Handlungsdruck weiter erhöht. Bei der erneuten Finanzspritze sollen nur Maßnahmen der Länder begünstigt werden, die dem Prinzip „Einer für alle“ folgen: ein Land oder eine Allianz aus mehreren Ländern entwickelt und betreibt eine OZG-Leistung zentral und stellt diese anschließend anderen Ländern und Kommunen zur Verfügung, die den Dienst dann geringfügig lokal anpassen können.

Vor diesem Hintergrund möchte die PD in Kooperation mit der Hertie School of Governance die Erfahrungen der Länder mit der bisherigen OZG-Umsetzung systematisch erheben und die wichtigsten Erfolgsfaktoren in zentralen Handlungsfeldern der Digitalisierung herausarbeiten. Die Studie „Erfolgsfaktoren der Digitalisierung der Bundesländer“ soll hierbei praktische Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Digitalisierung geben und Impulse zur Weiterentwicklung des OZG setzen.

Wir laden Sie ein, sich an unserer Befragung zu den Erfolgsfaktoren der Digitalisierung und des OZG aus Sicht der Länder zu beteiligen! Die – in dem online auszufüllenden Fragebogen – behandelten Handlungsfelder wurden vorab durch Expertengespräche identifiziert, validiert und systematisiert. Bei der Auswertung sichern wir Ihnen selbstverständlich vollständige Anonymität zu. Sprechen Sie uns bei Fragen zur geplanten Studie gerne an!

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Kurz notiert – PD öffentlich

Die PD hat beim Creative Bureaucracy Festival 2020 vom 28. September bis zum 2. Oktober 2020 mit knapp 70 Referenten in über 30 Sessions einen maßgeblichen Programmteil bestritten. Finden Sie auf unserer Internetseite alle wichtigen Informationen zu unseren Sessions in den Schwerpunkten Corona-Krise Meistern, Verwaltungsleitbild, Nutzer- und Nutzenzentrierung, Öffentliche Verwaltung als Auftraggeber, Digitalisierung und Output-Orientierung, Arbeitswelt im Wandel. In den kommenden Tagen werden wir dort auch die Mitschnitte und Aufnahmen der Sessions einstellen, die gleichfalls derzeit auf der Programmseite des Festivals verfügbar gemacht werden.

Anfang Oktober war die PD mit dem Arbeitskreis „Nachhaltige Investitionssteuerung für Portfolien“ gemeinsam mit kommunalen Partnern Mitgestalter am gleichfalls erstmalig vollständig digital durchgeführten Deutschen Kämmerertag.

Die PD beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an dem „DEMO-Kommunalkongress“ am 30. Oktober 2020 und dem „Kongress-Kommunal“ am 6. und 7. November 2020. Beide Veranstaltungen finden in diesem Jahr digital statt. Im Rahmen des „Kongress-Kommunal“ berichtet ein PD-Vertreter im Forum „Digitalisierung“ am 7. November 2020 von 10.00 bis 11.00 Uhr über die Fortschritte der Digitalisierung der Verwaltung vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie.

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Aufgelesen

//aus der Marktwelt// Die Vorbehalte in der Bevölkerung gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) sinken. Einer Umfrage von Bitkom zufolge sehen inzwischen etwa zwei Drittel der Bevölkerung KI als Chance und nicht mehr als Gefahr. Insbesondere der KI-Einsatz in der Pflege, in den Ämtern und Behörden sowie in der Medizin wird von einer großen Mehrheit befürwortet. Der Frage, welche Rolle KI im Verkehr spielen soll, steht die Bevölkerung zwar skeptisch gegenüber, trotzdem geht über drei Viertel der Befragten davon aus, dass sich KI-unterstützte Warnsysteme im Auto in den kommenden zehn Jahren durchgesetzt haben werden.

Wie genau kann KI den Service für Bürger verbessern? Wo können KI-Anwendungen Beschäftigte von monotonen Aufgaben befreien? Und welche Herausforderungen gilt es, dabei zu bewältigen? Bei PD x CBF2020 haben wir uns intensiv mit dem Thema KI auseinandergesetzt und in unserer Session „(Wie) Kann KI Verwaltung?“ diskutiert. Ob Verwaltungen selbst schon „bereit“ sind für KI, haben wir in unserem „KI-Readiness-Checks“ während des Festivals erfragt.

//aus der Marktwelt// Der aktuelle „Megatrend-Report“ der Bertelsmann-Stiftung diagnostiziert insbesondere zwei Trends, die aus der Covid-19-Pandemie hervorgehen: Die Covid-19-Pandemie bremst die Globalisierung und beschleunigt die Digitalisierung. Zum einen stellt sie sich als ein zusätzlicher Katalysator für die Digitalisierung dar, denn in der Produktion, im Handel und im Dienstleistungsbereich wird sich der Einsatz digitaler Technologien weiter beschleunigen. Der zweite prognostizierte Trend ist, dass Risikoabwägungen in Zukunft eine größere Rolle spielen werden. In der Folge verlagern sich globale Wertschöpfungsketten, wodurch Spezialisierungsgewinne entfallen, die sich aus der internationalen Arbeitsteilung ergeben.

Die PD rät ihren öffentlichen Kunden und Gesellschaftern, die Corona-Pandemie als Element eines umfassenden Transformationsprozesses zu betrachten, weniger als singulären Auslöser. Mit unseren fünf Services für strategische Beratung unterstützen wir Sie gerne dabei, während der Krise handlungsfähig zu bleiben und die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.

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In eigener Sache

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Praktikanten, Werkstudenten und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau, Infrastruktur, Kommunalberatung. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

Herausgeber
PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
Friedrichstraße 149
10117 Berlin
Kontakt
Anja Tannhäuser
E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Telefon: +49 30 257679-139
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