Blickpunkt PD
Blickpunkt PD – Dezember 2020
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Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Jahresabschluss möchten wir gemeinsam mit Ihnen auf ein ungewöhnliches Jahr zurückblicken. Uns alle haben die vergangen Monate nicht nur beruflich, sondern auch persönlich stark herausgefordert. Wir haben uns und unsere Kolleginnen und Kollegen einem intensiven Digitalisierungsschub ausgesetzt, haben gelernt, uns virtuell zu verständigen und trotz der neuen technischen Umgangsformen nicht die persönliche Nachfrage zu vergessen. Das permanente Lernen war von uns allen noch stärker als sonst gefordert und hat einige zusätzliche Kraft gekostet. Wir möchten Ihnen danken, dass Sie mit uns diesen Weg gegangen sind, offen waren für neue Lösungen und geduldig, wenn nicht alles beim ersten Mal geklappt hat. Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns gern etwas zu diesem besonderen Jahr der Zusammenarbeit oder auch, was Sie sich und uns für das kommende Jahr wünschen – auf unserer Webseite haben wir eine Feedback-Möglichkeit eingerichtet (oberes Menüband auf der Startseite).

Besonders für die digitale Unterstützung von Verwaltungsprozessen und von Nutzeranwendungen waren in diesem Jahr Ergebnisse gefragt. Wir stellen Ihnen heute die Schul-Cloud vor, ein Pilotprojekt, mit dem digitales Lernen ermöglicht wird – angesichts der Diskussionen über Schulschließungen oder wechselnde Präsenz-Schulwochen hochaktuell. Zum anderen möchten wir Ihnen die Einführung des E-Payments in der gesamten Landesverwaltung von NRW vorstellen – mit einer Software, die von allen Behörden herstellerunabhängig und lizenzkostenfrei genutzt werden kann.

Damit in Ausnahmesituationen Haushaltsmittel kurzfristig verfügbar gemacht werden können, bedarf es auch einer strategischen Ausrichtung des Gesamthaushalts. Unser Expertenteam berichtet heute, wie eine nachhaltige Neuausrichtung öffentlicher Haushalte umgesetzt werden kann. Um eine langfristige Betrachtung geht es auch beim Thema Quartiersentwicklung – denn die heutigen Anforderungen an Wohnraum und die Gestaltung des Umfelds werden noch in einigen Jahrzehnten sichtbar sein.

Wir danken Ihnen für Ihre aufmerksame Begleitung durch dieses Jahr! Mit den besten Wünschen für die Gesundheit, eine erholsame Zeit der Feiertage und einen erfolgreichen Start in ein friedliches neues Jahr grüßen Sie

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.
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Koordination des Pilotprojekts Schul-Cloud Brandenburg

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt „HPI Schul-Cloud“ des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) seit 2016. Die „HPI Schul-Cloud“ bietet Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern einen orts‑, geräte- und zeitunabhängigen Zugriff auf digitale Lern- und Lehrangebote. Sie integriert Kollaborations- und Kommunikationsfunktionen und ermöglicht durch ihren Open-Source-Ansatz eine breite, flexible und offene Nutzung für alle Länder, Schulträger, Schulen und weitere Interessierte.

Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen erproben bis zum 31. Juli 2021 in Pilotprojekten die „HPI-Schul-Cloud“. Infolge der Corona-Pandemie haben die drei Bundesländer die Nutzung der Schul-Cloud stark ausgeweitet und die Teilnahme für interessierte Schulen geöffnet. Das HPI verantwortet während der Pilotphase die Weiterentwicklung und den Betrieb der Anwendung.

Die Überführung der HPI-Schul-Cloud in einen Regelbetrieb nach dem Ende der Pilotprojekte wird derzeit geprüft. Hierbei unterstützt die PD die DigitalAgentur Brandenburg GmbH (DABB) bei der Entwicklung von Handlungsoptionen. Das Projekt widmet sich ergebnisoffen der Frage, ob und wie die „HPI Schul-Cloud“ für das Land Brandenburg am vorteilhaftesten dauerhaft betrieben und organisiert werden kann und wie eine kooperative Lösung mit anderen Bundesländern aussehen könnte. Sprechen Sie uns bei Fragen zur Schul-Cloud Brandenburg gerne an!

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NRW ermöglicht E-Payment für die Landesverwaltung

Die Einführung von elektronischen Bezahlmöglichkeiten in der Landesverwaltung, dem so genannten „E‑Payment“, gehört zu den zentralen Vorgaben des E-Government-Gesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (EGovG NRW). E-Payment bedeutet, dass die Nutzerinnen und Nutzer eines elektronisch durchgeführten Verwaltungsverfahrens Gebühren oder sonstige Forderungen mit einem im elektronischen Geschäftsverkehr gängigen und hinreichend sicheren Zahlungsverfahren begleichen können.

Behörden in NRW haben nun die Möglichkeit, E-Payment durch die Nutzung einer entsprechenden Basiskomponente und eines Anbindungsleitfadens in viele elektronisch durchgeführte Leistungen der Landesverwaltung zu integrieren. Dabei berät und begleitet sie eine E-Payment-Beratungsstelle, die im Landesbetrieb IT.NRW eingerichtet wurde. Die Basiskomponente ist ein Produkt der E-Payment-Entwicklergemeinschaft von Bund und Ländern. Die Software kann von Behörden herstellerunabhängig und lizenzkostenfrei genutzt werden.

Die PD hat das mit der Umsetzung des EGovG betraute Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW bei der Implementierung der E-Payment-Basiskomponente begleitet. Jetzt gilt es, die Anbindung der Basiskomponente in Fachverfahren zu vereinfachen, eine flächendeckende Nutzung herzustellen und die Software in der Entwicklergemeinschaft mit Bund und Ländern gemeinsam weiterzuentwickeln. Sprechen Sie uns bei Fragen rund um das Thema E-Payment gerne an!

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Neue Wege im Wohnungsbau – Chancen nutzen durch Kooperationen

Auf dem kommunalen Wohnungsmarkt ist Bewegung zu spüren: Viele Kommunen setzen sich mit der Frage auseinander, wie sie das Wohnraumangebot für alle Nutzergruppen ausbauen können. Der freie Markt bedient gerade das Segment des preisgebundenen Wohnens nur zurückhaltend – da ist kommunales Engagement gefordert!

Die kooperative Zusammenarbeit aller relevanten Fachbereiche innerhalb der Verwaltung ermöglicht kommunale Antworten. In einer Facharbeitsgruppe „Wohnen und Quartier“ können Bedarfe und Anforderungen auch in Bezug auf infrastrukturelle Einrichtungen frühzeitig erkannt und innovative Lösungen zu baulicher Realisierung und wirtschaftlichem Betrieb fachübergreifend diskutiert werden. Die zusätzliche Vernetzung mit Nachbarkommunen schafft eine Plattform für Erfahrungsaustausche und die Etablierung neuer Ideen. Aktuelle Fördermittelprogramme und zinsgünstige Kredite geben Kommunen derzeit zusätzliche Handlungsspielräume, ihre Wohnraumziele zu verwirklichen.

Die PD erarbeitet gemeinsam mit ihren kommunalen Gesellschaftern und Kunden Strategien für die Entwicklung von nachhaltigen Quartieren. In diesem Rahmen begleiten wir Wohnraumentwicklungsstrategien und Organisationsuntersuchungen, beispielsweise zur Gründung von Wohnungsgesellschaften, und beraten zu städtebaulichen Entwicklungsprojekten sowie Realisierungen von Wohnungs- und Quartiersvorhaben. Unser Fokus liegt dabei auf einer lebenszyklusorientierten, nachhaltigen und wirtschaftlichen Umsetzung.

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Jetzt die nachhaltige Neuausrichtung öffentlicher Haushalte einleiten

Die Covid-19-Pandemie hat einer langen Phase ausgeglichener Haushalte ein jähes Ende bereitet. Die zusätzlichen Schulden von Bund und Ländern werden sich 2021 voraussichtlich auf mindestens 325 Milliarden Euro summieren. Auch 2021 werden die Steuereinnahmen perspektivisch gesehen deutlich unter jenen des Jahres 2019 liegen. Zusätzliche Risiken für den Bundeshaushalt erwachsen aus weiteren (Teil-)Lockdowns, hohen Kurzarbeitsquoten, einer möglichen Unternehmensinsolvenzwelle oder aus steigenden Zinsen aufgrund weltweit anwachsender Schuldenquoten.

Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, eine nachhaltige Neuausrichtung öffentlicher Haushalte voranzutreiben. Eine nachhaltige Haushaltssteuerung bedeutet, wirksame Antworten auf die skizzierten Herausforderungen und Risiken im Sinne einer nachhaltigen Finanzpolitik zu finden und gleichzeitig die Bewältigung der großen Transformationsvorhaben unserer Zeit, wie den Klimawandel, die Digitalisierung und den Fachkräftemangel, zu unterstützen. Kurzfristiges Sparen sollte nicht zu Lasten langfristiger Gestaltungsmöglichkeiten gehen.

Das PD-Expertenteam „Öffentliche Finanzen“ entwickelt derzeit einen Ansatz zur nachhaltigen und wirkungsorientierten Neuausrichtung öffentlicher Haushalte. Wir unterstützen unsere Kundinnen und Kunden dabei, auf Basis der bestehenden und weiterzuentwickelnden Berichts- und Controlling-Systeme ineffiziente Strukturen zu identifizieren und stille Reserven aufzudecken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Flexibilisierung des Personaleinsatzes über Aufgabenbereiche hinweg. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir diesen Ansatz weiter.

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115 Gesellschafter halten Anteile an der PD

Im November 2020 haben die Kommunen Frankfurt am Main, Herne, Mengen, Mönchengladbach, Neubiberg und Schwarzenbek Gesellschaftsanteile an der PD erworben. Mit den sechs Kommunen verfügt die PD nun über 115 Gesellschafter, die sich aus dem Bund, 10 Bundesländern, weiteren Kommunen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie weiteren öffentlichen Organisationen, Institutionen und zwei Beteiligungsvereinen zusammensetzen.

Die PD ist neben dem Standort Berlin mit Büros in Düsseldorf, Frankfurt am Main und Hamburg vertreten. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Nachfrage im süddeutschen Raum und den aktuellen Projekten wird die PD demnächst auch ein Büro in Nürnberg eröffnen. Die kurzen Wege zu den regional ansässigen Kunden und Gesellschaftern werden eine noch engere Zusammenarbeit ermöglichen.

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Kurz notiert – PD öffentlich

Am 13. November 2020 konstituierte sich der Beirat der PD. In der digitalen Sitzung wurde Paul Johannes Fietz, Mitglied des Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, zum Vorsitzenden, Gabriele C. Klug, Rechtsanwältin und Stadtkämmerin a. D., zur stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats gewählt. Dem auf drei Jahre gewählten Beirat gehören 15 Führungskräfte der öffentlichen Hand an. Der Beirat begleitet die Geschäftsführung der PD und den Aufsichtsrat des Unternehmens in strategischen Fragen, bei der Entwicklung und Evaluierung neuer Beratungsthemen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit. Der in den Vorjahren geführte Diskurs (mit Fokus auf den Themen „Digitalisierung“ und „Zukunft des öffentlichen Dienstes“) wird 2021 fortgeführt.

Bereits am 7. November 2020 gestaltete die PD das Forum „Digitalisierung“ während des „Kongress-kommunal 2020“ mit, das sich den Fortschritten der Digitalisierung bei der Verwaltung vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie widmete. Bettina Henrichs thematisierte strukturelle Engpässe der Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und skizzierte Lösungsansätze.

Am 24. November 2020 diskutierte Tatiana Herda Muñoz im virtuellen Plenum des Kongresses „Digitale Verwaltung Rheinland-Pfalz 2020“ unter anderem mit Randolf Stich, Staatssekretär und Amtschef im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, über den aktuellen Stand der Digitalisierung der Landesverwaltung. Im Rahmen der mehrtägigen „Kommunalen Klimakonferenz 2020“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit referierte Tatiana Herda Muñoz am 2. Dezember 2020 im Forum 2 „Klimaschutz wird öffentlich“ über digitale Klimakommunikation.

Kommunale Investitionen werden derzeit mit 932 Programmen von Bund, Ländern und der EU gefördert. Doch viele Mittel werden nicht abgerufen. Weshalb ist das so? Wir laden Sie ein, Ihre Erfahrungen mit kommunalen Förderprogrammen in unserer Online-Befragung zu teilen. Ihre Einschätzungen fließen vollständig anonymisiert in unsere Studie „Analyse der kommunalen Förderlandschaft“ ein. Ziel der Untersuchung ist es, Wege zu mehr Transparenz und Attraktivität von Förderprogrammen aufzuzeigen. Der Deutsche Städtetag ist Partner der Studie. Die Ergebnisse werden wir voraussichtlich Mitte 2021 veröffentlichen.

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Aufgelesen

//aus der Verwaltung// Die kommunalen Spitzenverbände weisen angesichts des Fortgangs der Covid-19-Pandemie auf eine absehbar weiterhin angespannte Entwicklung der kommunalen Finanzlage hin. Zwar sei es Bund und Ländern gelungen, die Kommunalfinanzen im ersten Jahr der Corona-Krise zu stabilisieren, schreiben die Verbände in einer gemeinsam veröffentlichten Erklärung. Mit Blick auf die Folgejahre 2021 und 2022 sei die finanzielle Situation der Kommunen jedoch höchst unsicher und besorgniserregend. Ohne weitere Unterstützung drohte 2021 eine Finanzierungslücke zwischen Einnahmen und Ausgaben von gut 10 Milliarden Euro. Daher seien auch in den Jahren 2021 und 2022 Stabilisierungshilfen notwendig.

Die PD begleitet kommunale Gesellschafter trotz der aktuellen Situation bei Investitionen in die Digitalisierung der Daseinsvorsorge und die kommunale Infrastruktur, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Unter anderem unterstützt die PD den Landkreis Görlitz bei der Umsetzung eines durch den Freistaat Sachsen geförderten Programms aus 29 Einzelprojekten, die die bürgerfreundliche Digitalisierung der Kreisverwaltung zum Ziel haben. In der Hansestadt Stade hat die PD jüngst den Neubau eines Bildungscampus zum Vertragsabschluss geführt. Der Bildungscampus wird in einem Partnerschaftsmodell errichtet und betrieben.

//aus der Marktwelt// Jedes dritte Unternehmen in Deutschland arbeitet weitestgehend papierlos, vermeldet der Digitalverband Bitkom im „Bitkom Digital Office Index 2020“. Sechs Prozent der befragten Führungskräfte geben an, dass die Geschäftsprozesse in ihren Unternehmen mittlerweile komplett ohne Papier auskommen. Weitere 30 Prozent arbeiten überwiegend papierlos und gestalten somit rund 75 Prozent ihrer Büroprozesse digital. In Verwaltungen ist die Digitalisierung nicht ganz so weit vorangeschritten: Jede fünfte Behörde (20 Prozent) hat ihre Akten weitestgehend digitalisiert, weitere 67 Prozent haben dies bereits teilweise getan.

Wie die schrittweise Digitalisierung eines Ministeriums abläuft, haben wir im Rahmen des Creative Bureaucracy Festivals 2020 untersucht. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen befindet sich im Umbau zu einem digitalen Modellministerium für die Landesverwaltung. In unserer Session sprachen wir mit der für das Programm „MWIDE digital 2022“ Verantwortlichen über die Erfolgsfaktoren des Digitalisierungsprojekts.

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Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Praktikanten, Werkstudenten und Manager für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau, Infrastruktur, Kommunalberatung. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

Herausgeber
PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
Friedrichstraße 149
10117 Berlin
Kontakt
Anja Tannhäuser
E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Telefon: +49 30 257679-139
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