Blickpunkt PD
Blickpunkt PD – April 2021
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Sehr geehrte Damen und Herren,

um bei so mancher Wetterkapriole im April nicht überraschend im Nassen zu stehen, sind der Schirm im Kofferraum oder die Regenjacke im Rucksack eingespielte „Vorsorgemaßnahmen“. Aus Erfahrung handeln wir spontan oft richtig, wägen im Hinblick auf unsere nächsten Ziele die Gegebenheiten ab und wählen aus den möglichen Maßnahmen – vom „Zuhausebleiben“ über das „Späterlosgehen“ bis hin zur regenfesten Kleidung – die für alle Beteiligten passende aus.

Natürlich sind nicht alle Abschätzungen über künftige Ereignisse und daraus folgende Entscheidungen so leicht beschreibbar. Vor allem, wenn die Rahmenbedingungen komplexer werden, verschiedene Szenarien zur Auswahl stehen und die vielfältigen Interessen von unterschiedlichen Akteuren zu verbinden sind. Dass dieser Prozess des strategischen Weitblicks in der Zukunft Wirkungen entfalten kann, möchten wir heute beispielhaft an zwei Projekten vorstellen.

Die viel diskutierte Wahl des Standortes für den Neubau des Bundesinstituts für Fotografie fiel nach einer ergebnisoffenen Machbarkeitsanalyse der PD auf den Standort der Zeche Zollverein in Essen. Neben anderen wichtigen Aspekten war der Blick auf die Potenziale für künftige Nutzungen und Erweiterungen hier maßgeblich.

Bereits im Jahr 2003 hat die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) begonnen, das Haushaltswesen strategisch neu auszurichten und das Rechnungswesen auf die Doppik umzustellen. Im jetzt veröffentlichten Bericht über die siebenjährigen Erfahrungen wird neben den erfüllten internationalen Accounting-Standards gezeigt, dass die Sicherstellung der Generationengerechtigkeit erfolgreich umsetzbar ist.

In unserem Gesellschafterkreis haben wir unter anderem im März die FITKO begrüßt, die gerade einen neuen Vorschlag für eine körperschaftsübergreifende Plattformlösung für E-Government-Anwendungen eingebracht hat. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen und Kommentare zu unseren weiteren Projektvorstellungen, Aktivitäten und dem strategischen Weitblick für eine moderne Verwaltung.

Ihr Stéphane Beemelmans und Ihr Claus Wechselmann

Blick auf die Friedrichstraße und das Friedrichcarree von oben.
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PD-Studie empfiehlt Standort Essen für geplantes Bundesinstitut für Fotografie

In einer für Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien erstellten Machbarkeitsstudie hat die PD Grundlagen für die bauliche Realisierung eines Bundesinstituts für Fotografie ermittelt und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen ausgesprochen. Um die Standorte hatten sich Düsseldorf mit dem Ehrenhof-Gelände und Essen mit der Zeche Zollverein beworben. Die Machbarkeitsstudie betrachtet ergebnisoffen die räumlichen Gegebenheiten der beiden Standorte und empfiehlt als Ergebnis der funktionalen Standortanalyse, das Institut in Essen zu errichten.

Am Standort Essen steht ein erweiterbares Grundstück zur Verfügung, das einen Neubau mit funktionsgerechten Flächenbeziehungen und oberirdischen Archivflächen ermöglicht. Eine Realisierung am Standort Düsseldorf hingegen hätte aufgrund der räumlichen Gegebenheiten den Bau eines zusätzlichen Depots an einem anderen Ort erfordert. Foto-Depots benötigen verschiedene Kältezonen und sollten bei Bedarf erweitert werden können.

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters sagte anlässlich der Studienveröffentlichung im März: „Die Machbarkeitsstudie ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem nationalen Institut für Fotografie. Wir wollen der weltberühmten Fotokunst in und aus Deutschland eine institutionell getragene Zukunft geben.“ Der in der Machbarkeitsstudie vorgeschlagene Stellenplan umfasst mindestens 50 Mitarbeitende. Als nächsten Schritt empfiehlt das PD-Team das Einsetzen eines Aufbaustabs, der die Entwicklung des Instituts begleitet und weitere konzeptionelle Präzisierungen erarbeitet.

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Hamburger Haushaltswesen hat Vorbildcharakter

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat seit 2003 als erste staatliche Gebietskörperschaft in Deutschland in einem mehrstufigen Prozess die Doppik (doppelte Buchführung in Konten) in der Verwaltung eingeführt. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Haushaltswesens wurden das Rechnungswesen sowie die Planung, Steuerung und Bewirtschaftung des Haushaltsplans auf Basis der staatlichen Doppik umgestellt. Ziel war es, den Haushalt als integrierte Verbundrechnung mit Produkthaushalt, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Konzernabschluss auszubauen.

Im März 2021 hat die Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) einen umfassenden Erfahrungsbericht über die Doppik in Hamburg vorgelegt. Das Hamburger Haushaltswesen erfüllt demnach die Kriterien des verwendeten internationalen Bewertungsrahmens „Public Expenditure and Financial Accountability“ (PEFA) für ein modernes Haushaltswesen und erreicht die mit der Doppik verknüpften, selbst gesteckten Ziele. Besonders positiv werden die Haushaltstransparenz, die Darstellung des Vermögens und das eingeführte Controlling sowie die Sicherstellung der Generationengerechtigkeit im Haushaltswesen bewertet.

Die FHH hat den Erfahrungsbericht „Doppik weiter denken. Mehr Budgetierung wagen.“ gemeinsam mit der PD und Prof. Dr. Andreas Lasar von der Hochschule Osnabrück auf der Grundlage von strukturierten Erhebungen, Workshops und Einzelinterviews mit Beschäftigten der Behörden und Ämter der FHH erstellt, die mit dem Haushalt befasst sind. Das Dokument beschreibt zudem Entwicklungspotenziale zur Verbesserung der Budgetierung und leitet aus diesen konkrete Handlungsempfehlungen ab.

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Kreis der PD-Gesellschafter wächst auf 124

Im März 2021 hat sich der Gesellschafterkreis der PD um 7 auf 124 vergrößert. Dr. Annette Schmidt, Präsidentin der FITKO (Föderale IT-Kooperation) als eine der neuen Gesellschafter, blickt auf die weitere Zusammenarbeit mit der PD: „Als FITKO treiben wir den Ausbau der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung im Auftrag des IT-Planungsrates voran und koordinieren die Zusammenarbeit aller föderalen Ebenen. Die PD steht uns bereits seit 2013 beratend zur Seite und hat die Konzeption und den Aufbau der FITKO mitgestaltet. Als junge, agile Organisation sind wir nun dem Gesellschafterkreis der PD beigetreten und freuen uns auf gemeinsame Projekte für die Verwaltungsarbeit der Zukunft.“

Zudem haben die Stadt Würselen, die Gemeinde Langerwehe, die Gemeinde Seeheim-Jugenheim, die Gemeinde Tholey, die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) und die Westfälische Hochschule (Gelsenkirchen) die Verträge über den Beitritt zum Kreis der PD-Gesellschafter unterzeichnet.

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Kurz notiert – PD öffentlich

Bitte vormerken: Creative Bureaucracy Festival vom 13. bis 17. September 2021

Auch 2021 ist die PD Hauptfestival-Partner des „Creative Bureaucracy Festival“ (CBF), das vom 13. bis 17. September 2021 digital stattfinden wird. 2020 hatte die PD rund 36 Sessions in 6 Themenbereichen mit 70 PD-Kunden und Gesellschaftern gestaltet, an denen etwa 2.000 Personen teilnahmen. Auch in diesem Jahr werden wir Methoden, Tools und Best Practices in den Fokus nehmen, mit denen Verwaltungen die durch die Corona-Pandemie hervorgerufene Veränderungsdynamik nachhaltig nutzen können. Und wir möchten Projektleitenden unserer Kunden und Gesellschafter eine Bühne bieten, um ihre Leuchtturmprojekte vor einem internationalen Publikum vorzustellen, mit Vertreterinnen und Vertretern innovativer Behörden in den Austausch zu treten und Impulse für die Verwaltungsarbeit der Zukunft zu setzen. Sprechen Sie bei Fragen zum CBF 2021 gern unser Organisationsteam an!
 

Gendersensible Schreibweisen bei der PD

Die PD steht für vielfältige Teams, einen wertschätzenden Umgang miteinander und eine Kommunikation auf Augenhöhe. In einer PD-internen Arbeitsgruppe wurde nun ein Leitfaden für die genderdifferenzierende und gleichstellungsorientierte (Schrift-)Sprache bei der PD erarbeitet. Ab sofort werden wir bestehende Texte und Dokumente umstellen und künftig konsequent diesen Aspekt der Diversität in unser Handeln als modernes und weltoffenes Unternehmen einbinden.
 

Vergabeunterlagen für Unterstützungsleistungen veröffentlicht

Die Ausschreibung von Unterstützungsleistungen für die PD im Bereich Kommunikations- und Veränderungsmanagement ist bekanntgemacht worden. Die Vergabeunterlagen sind über unsere Vergabeplattform abrufbar. Weitere Ausschreibungen für Projektmanagementunterstützung und Enterprise-Architecture-Management folgen Ende April und Ende Mai 2021. Geprägt von der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie dienen die Ausschreibungen als Hilfestellungen für neue und bestehende Partner:innen der PD, um die öffentliche Verwaltung auf ihrem Weg zur Digitalisierung zu begleiten. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
 

Projekt im Fokus: Doppische Bilanzen im Landkreis Dahme-Spreewald

Eine im März 2018 von der Kommunalaufsicht durchgeführte Bestandsaufnahme im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald zeigte, dass zu diesem Zeitpunkt alleine bis 2016 insgesamt über 200 Abschlüsse von kreisangehörigen Gemeinden fehlten. Der Landkreis Dahme-Spreewald entschied sich daher, das Thema interkommunal aufzusetzen und seine Städte und Gemeinden bei der Verringerung des Rückstandes zu unterstützen. Gemeinsam mit der PD wurden bis Ende 2020 insgesamt 211 Jahresabschlüsse und 10 Eröffnungsbilanzen erstellt. In einer neuen Projektreferenz berichten wir über den interkommunalen Beratungsansatz.
 

Rückblick auf Veranstaltungen

Welche Lehren sollten Verwaltungen aus den Krisen-Erfahrungen der vergangenen Jahre ziehen? Und wie kann sich die öffentliche Hand auf die nächste Ausnahmesituation vorbereiten? Über diese Fragen diskutierte Dr. Sebastian Muschter, Mitglied der Geschäftsleitung der PD, auf Einladung der Deutschen Nationalstiftung am 16. März 2021 in dem virtuell stattfindenden Podiumsgespräch „Demokratie braucht Management“ mit.

Die im März veröffentlichte Studie „Die Stadt der Zukunft mit Daten gestalten“ der PD und des Deutschen Städtetages zeigt auf, wie sich Kommunen dem Thema Datensouveränität strategisch, organisatorisch und infrastrukturell nähern können. Katharina Schlüter hat die Studie am 30. März 2021 im Rahmen der 3. Fachkonferenz „Digitalisierung in Kommunen – Smart City regional, national und international“ vorgestellt und die Studienergebnisse mit den Teilnehmenden diskutiert. An der vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen ausgerichteten Veranstaltung nahmen insgesamt über 600 Personen (digital) teil.
 

Die PD in der Fachpresse

Der Zweckverband eGo-Saar ist der Dienstleister für E-Government- und IT-Lösungen für kommunale Verwaltungen des Saarlandes. Mit einer gestrafften Organisationsstruktur soll eGo-Saar künftig agiler arbeiten und passgenaue Lösungen für die individuellen Anforderungen der 63 Mitglieder entwickeln. „Wie sich der eGo-Saar zukunftsfähig ausrichtet“, berichten Dr. Ruggero Costantini und Junis Sahib in einem Beitrag in der April-Ausgabe des Magazins „KOPO – Kommunalpoltische Blätter“.

Der Artikel ist auf unserer Fachpresse-Webseite nachlesbar.

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Aufgelesen

//aus der Verwaltung// Durch die Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie möchte die Bundesregierung 2021 den diesbezüglichen umfassenden Anforderungen gerecht werden. Mit einem knapp 400 Seiten umfassenden Dokument ist im März der Bundestag unterrichtet worden. Die Weiterentwicklung soll die Basis für eine grundlegende Reflexion und ambitionierte Stärkung der Nachhaltigkeitspolitik für die begonnene Dekade legen. Im Einzelnen gehören dazu Aspekte, die vom Kampf gegen den Hunger über die Sicherstellung nachhaltiger Produktionsmuster bis hin zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane reichen.

Die PD berät zahlreiche Kommunen, Behörden und Ministerien in Nachhaltigkeitsprojekten von der strategischen Entwicklung über Potenzialanalysen bis zur Umsetzung konkreter Nachhaltigkeitsziele in Investitionsprojekten. Aktuell entwickeln wir beispielsweise eine Nachhaltigkeitsstrategie für eine Kommune, unterstützen bei der Entwicklung nachhaltiger Quartiere und begleiten das „Klimaneutrale BMZ 2020“.

//aus der Verwaltung// Die Digitalisierung der deutschen Verwaltung könnte von einem Plattformansatz profitieren und damit unter anderem die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) unterstützen, resümiert die Studie „Verwaltung. Digitalisierung. Plattform.“, die die FITKO (Föderale IT-Kooperation) jüngst veröffentlicht hat. Bei diesem Ansatz wird ein digitaler Raum geschaffen, innerhalb dessen sich die Beteiligten selbst organisieren. Plattformen zeichnen sich durch Offenheit sowie die Ko-Kreation von Inhalten aus und nutzen Angebot- und Nachfragedynamiken zur effizienten Koordination. Die FITKO schlägt die Entwicklung einer eigenen Plattform vor, die Informationen, Werkzeuge und Austauschmöglichkeiten zu Architektur, Komponenten und Schnittstellen der OZG-Umsetzung den beteiligten Akteuren, wie Bund, Ländern und IT-Dienstleister, zur Verfügung stellt.

Die FITKO bildet als Anstalt des öffentlichen Rechts in Trägerschaft aller Länder und des Bundes den operativen Unterbau für den IT-Planungsrat. Durch dessen Entscheidungen als Bund-Länder-übergreifendes politisches Gremium wurden vielfältige Kooperationen ermöglicht, diverse E-Government-Projekte erfolgreich umgesetzt und gemeinsame Standards entwickelt. Die PD hat die Konzeption der FITKO seit 2013 durchgehend über alle Projektphasen begleitet. Seit März 2021 gehört die FITKO zum Gesellschafterkreis der PD.

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Mit-Arbeit – Stellenausschreibungen

Wir suchen Consultants, Werkstudierende und Manager:innen für unsere Teams Strategische Verwaltungsmodernisierung und Bau, Infrastruktur, Kommunalberatung. Besuchen Sie unsere Karriereseite!

Herausgeber
PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH
Friedrichstraße 149
10117 Berlin
Kontakt
Anja Tannhäuser
E-Mail: anja.tannhaeuser@pd-g.de
Telefon: +49 30 257679-139
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